Medienanalyse zu den Badeseen
Wörthersee zum vierten Mal in Folge medial stärkster Badesee Österreichs
Welche österreichischen Badeseen sorgen im Sommer 2026 für die größte mediale Aufmerksamkeit? Wo fällt die Online-Berichterstattung besonders positiv aus – und welche Seen empfehlen ChatGPT & Co.? Eine aktuelle Analyse der Brand Intelligence Agentur »OBSERVER« zeigt: Der Wörthersee bleibt der unangefochtene Medienstar. Bei der Tonalität können hingegen vor allem kleinere Seen punkten.
Sommer, Sonne, Sprung ins kühle Nass: Langanhaltende Hitzeperioden und hochsommerliche Temperaturen sorgen für großen Zulauf an Österreichs Badeseen. Doch nicht nur an den Ufern herrscht Hochbetrieb. Auch in Printmedien, auf Nachrichtenseiten, Blogs und in Foren sind Österreichs Seen ein großes Thema.
Aber welcher Badesee erhält die meiste mediale Aufmerksamkeit? Über welches Gewässer wird im Web besonders positiv berichtet? Und welche Seen schaffen es bei KI-Tools wie ChatGPT, Claude, Google Gemini und Perplexity aufs Stockerl?
»OBSERVER« ist diesen Fragen in einer aktuellen Analyse nachgegangen. Untersucht wurden die 29 bekanntesten Seen Österreichs im Zeitraum von 1. Mai bis 3. August 2026.
Wörthersee bleibt Österreichs medial stärkster Badesee
Beim Kampf um die größte Medienpräsenz gibt es einen bekannten Sieger: Der Wörthersee landet bereits zum vierten Mal in Folge auf Platz eins.
Allein in österreichischen Printmedien erschienen im Untersuchungszeitraum 1.680 Artikel über den Kärntner See. Die Gesamtauflage dieser Medien beträgt 95,8 Millionen gedruckte Exemplare. Online kamen weitere 694 Beiträge auf Nachrichtenseiten, in Foren und Blogs hinzu – mit einer potenziellen Reichweite von rund 461 Millionen Unique Clients.
Wie groß die Reichweite einzelner Beiträge sein kann, zeigt ein Bericht auf derstandard.at: Er erreicht potenziell rund 2,9 Millionen Unique Clients und nennt den Wörthersee gemeinsam mit dem vielseitigen Kulturangebot Kärntens als wichtigen Tourismusmotor.
Insgesamt kommt der Wörthersee damit auf 2.374 Print- und Onlinebeiträge – und setzt sich deutlich von der Konkurrenz ab.
Bodensee verdrängt Attersee von Platz zwei
Bewegung gibt es dahinter: Mit 1.279 Printartikeln und 292 Onlineberichten erreicht der Bodensee insgesamt 1.571 Beiträge und verdrängt damit den Attersee vom zweiten Platz.
Betrachtet man ausschließlich das Web, dreht sich das Bild allerdings um. Hier schafft es der Attersee mit 351 Onlinebeiträgen auf Rang zwei. Für besondere Reichweite sorgte unter anderem ein Artikel auf krone.at über die Schaffung öffentlicher Freizeitflächen am Attersee. Seine potenzielle Reichweite: rund 2,8 Millionen Unique Clients.
Die 10 Badeseen mit der höchsten Medienpräsenz 2026
- Wörthersee: 2.374 Beiträge
- Bodensee: 1.571 Beiträge
- Attersee: 1.059 Beiträge
- Neusiedler See: 990 Beiträge
- Traunsee: 720 Beiträge
- Wolfgangsee: 713 Beiträge
- Ossiacher See: 634 Beiträge
- Mondsee: 593 Beiträge
- Faaker See: 539 Beiträge
- Millstätter See: 462 Beiträge
Besonders stark präsentiert sich Kärnten: Mit Wörthersee, Ossiacher See, Faaker See und Millstätter See stammen gleich vier der zehn medial präsentesten Badeseen aus dem südlichsten Bundesland Österreichs.
Eine Premiere gibt es ebenfalls: Der Mondsee schafft es 2026 erstmals in die Top 10 und landet mit 593 Beiträgen auf Platz acht.
Positive Schlagzeilen? Kleinere Seen haben die Nase vorn
Hohe Medienpräsenz ist das eine. Doch wie positiv wird über einen See berichtet?
Hier zeigt die Analyse ein ganz anderes Bild – und bestätigt zugleich einen Trend aus den Vorjahren: Bei der Tonalität können insbesondere kleinere Gewässer punkten.
Während im vergangenen Jahr mehrere Kärntner Seen im Tonalitätsranking vertreten waren, dominieren 2026 vor allem Seen in der Steiermark, in Niederösterreich und in Tirol.
An der Spitze steht der Plansee in Tirol: Sämtliche untersuchten Onlinebeiträge über den See weisen ein positives Sentiment auf. Damit erreicht er beeindruckende 100 Prozent positive Berichterstattung.
Unter anderem wird der Plansee aufgrund seiner fjordartigen Kulisse als einer der beliebtesten Seen hervorgehoben.
Plansee vor Grünem See und Lunzer See
Der Plansee verdrängt damit den Vorjahressieger, den Grünen See bei Tragöß, auf Platz zwei. Doch auch dessen Werte können sich sehen lassen: 93 Prozent der Onlineberichterstattung sind positiv, negative Beiträge wurden keine registriert.
In einem Lifestyle-Blog wurde der Grüne See etwa wegen seines „Karibikflairs“ und seiner guten Tauchmöglichkeiten empfohlen.
Platz drei geht mit 89 Prozent positivem Sentiment an den Lunzer See im Mostviertel. Das Gewässer wurde unter anderem auf oe24.at als Geheimtipp zum Entspannen in der Nähe von Wien präsentiert.
Die Top 10 Badeseen nach positiver Online-Tonalität
| Badesee | Positiv | Neutral | Negativ |
|---|---|---|---|
| Plansee | 100 % | 0 % | 0 % |
| Grüner See | 93 % | 7 % | 0 % |
| Lunzer See | 89 % | 11 % | 0 % |
| Ottensteiner Stausee | 83 % | 13 % | 4 % |
| Erlaufsee | 83 % | 17 % | 0 % |
| Altausseer See | 78 % | 22 % | 0 % |
| Neusiedler See | 72 % | 25 % | 3 % |
| Grundlsee | 69 % | 31 % | 0 % |
| Klopeiner See | 68 % | 30 % | 2 % |
| Achensee | 65 % | 25 % | 10 % |
Die Ergebnisse machen deutlich: Mediale Sichtbarkeit und positive Wahrnehmung sind zwei unterschiedliche Größen. Während bekannte Tourismusdestinationen durch die schiere Menge an Berichterstattung punkten, können kleinere Seen mit einer besonders positiven medialen Wahrnehmung überzeugen.
Gerade für PR- und Kommunikationsverantwortliche lohnt es sich deshalb, neben der Anzahl der Clippings auch die Tonalität und den Kontext der Berichterstattung im Blick zu behalten.
Was sagt die KI? Wörthersee ist auch bei ChatGPT & Co. Favorit
Medienbeobachtung endet längst nicht mehr bei Print, Online und Social Media. Denn immer häufiger erhalten Menschen ihre Empfehlungen direkt von generativen KI-Systemen.
Deshalb hat »OBSERVER« zusätzlich untersucht, welche österreichischen Badeseen von KI-Tools empfohlen werden.
Im Zeitraum vom 13. Juli bis 3. August 2026 wurden ChatGPT, Claude, Google Gemini und Perplexity nach den drei schönsten Badeseen Österreichs gefragt. Für das Ranking wurden sowohl die Häufigkeit der Nennungen als auch die jeweilige Platzierung berücksichtigt.
Das Ergebnis dürfte Kärnten freuen: Auch bei den KI-Tools ist der Wörthersee die klare Nummer eins.
Alle vier untersuchten KI-Tools führten ihn unter ihren Top drei. Besonders häufig wurde der Wörthersee an erster Stelle gereiht. Als Gründe nannten die Systeme unter anderem seine türkise Farbe und die milden Wassertemperaturen.
Weißensee überrascht auf Platz zwei des KI-Rankings
Während der Wörthersee seine hohe Sichtbarkeit aus klassischen und digitalen Medien auch in die KI-Welt überträgt, sorgt Platz zwei für eine Überraschung: Der Weißensee erreicht 16 Punkte und landet damit vor zahlreichen medial deutlich präsenteren Seen.
Claude, Google Gemini und Perplexity hoben insbesondere das klare Wasser sowie die idyllische und wenig verbaute Landschaft des Kärntner Sees hervor.
Den dritten Platz teilen sich mit jeweils 13 Punkten der Attersee und der Hallstätter See.
Die schönsten Badeseen Österreichs laut KI-Tools
- Wörthersee – 25 Punkte
- Weißensee – 16 Punkte
- Attersee – 13 Punkte
- Hallstätter See – 13 Punkte
- Achensee – 12 Punkte
- Wolfgangsee – 7 Punkte
- Neusiedler See – 6 Punkte
- Traunsee – 2 Punkte
- Millstätter See – 1 Punkt
- Fuschlsee – 1 Punkt
Von Medienpräsenz bis KI-Empfehlung: Sichtbarkeit wird mehrdimensional
Die Analyse zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich öffentliche und mediale Wahrnehmung heute gemessen werden kann.
Der Wörthersee besitzt eine außergewöhnlich starke Position: Er führt nicht nur die klassische Medienpräsenz deutlich an, sondern wird gleichzeitig von generativen KI-Systemen besonders häufig empfohlen. Der Plansee wiederum zeigt, dass enorme Reichweite nicht zwingend notwendig ist, um mit einer ausgesprochen positiven Wahrnehmung hervorzustechen. Und der Weißensee macht deutlich, dass ein See bei KI-Systemen weit vorne landen kann, obwohl er im klassischen Medienranking nicht zu den Spitzenreitern zählt.
Für Kommunikationsprofis steckt darin eine wichtige Erkenntnis: Wer wissen möchte, wie eine Marke, ein Unternehmen, eine Destination oder ein Thema tatsächlich wahrgenommen wird, sollte heute mehr als reine Clipping-Zahlen betrachten.
Medienpräsenz, Reichweite und Tonalität bleiben wichtige Kennzahlen. Gleichzeitig kommt eine neue Ebene hinzu: Wie sichtbar ist ein Thema in generativen KI-Systemen – und in welchem Kontext wird es dort empfohlen?
Genau diese Kombination aus klassischer Medienbeobachtung, digitaler Analyse und KI-Promptanalyse ermöglicht ein umfassenderes Bild der öffentlichen Wahrnehmung.
Du möchtest mehr über die Ergebnisse der Badeseen-Analyse erfahren? »OBSERVER« stellt dir auf Anfrage gerne weitere Details zur Verfügung.
Der ORF und Leadersnet.at berichten.