VÖZ-Präsident Thomas Kralinger liefert beim ADGAR-Gala Plädoyer für Print

19

März

2015

Laut Studie empfindet jeder zweite Österreicher Werbung im Fernsehen als sehr störend, Werbung in Zeitungen empfindet nur jeder Zehnte (11 Prozent) als sehr störend.

VÖZ-Präsident Thomas Kralinger gratulierte den Preisträgern der diesjährigen ADGAR-Gala und lieferte auch gleich ein Plädoyer für Print mit: „Die Kunst eines Inserates ist es, in einem Augenblick die Werbebotschaft zu vermitteln und dafür nicht 30 Sekunden zu benötigen wie ein TV-Spot. Die herausragendsten Meister dieser Kunst prämieren wir heute.“ Doch selbst die beste Werbung wirkt nur, wenn sie in einem attraktiven Werbeumfeld platziert ist, so Kralinger. Das Dentsu Aegis Network hat im Auftrag des VÖZ eine Untersuchung durchgeführt, die die Werbewirkung von Print eindrucksvoll belegt: Jeder zweite Österreicher empfindet Werbung im Fernsehen als sehr störend, Werbung in Zeitungen empfindet nur jeder Zehnte (11 Prozent) als sehr störend. Hinzu kommt, dass 53 Prozent der Befragten während des Zeitunglesens voll aufmerksam sind und nebenbei nichts anderes machen: „Print ist das Medium mit der höchsten Aufmerksamkeit“, so Kralinger. Unter den TV-Sehern ist nur jeder fünfte vollkommen aufmerksam. Für diese Untersuchung hat das Dentsu Aegis Network 2.095 Personen befragt.

Kralinger kritisiert Irrweg der Werbebranche

Der VÖZ-Präsident ging darüber hinaus mit einem „Irrweg“ in der Werbebranche hart ins Gericht: „Der heimische Werbemarkt definiert sich fast ausschließlich über den Preis. Diese Entwicklung gab es vor einigen Jahren in zahlreichen Branchen – wie etwa im Lebensmittel-, Wein- oder im Elektrohandel. Einzig der geringste Preis wurde zur zentralen Kaufentscheidung hochstilisiert. Negative Erfahrungen mit der sinkenden Qualität der immer billigeren Produkte haben den Irrweg offenbart. Dieses Bewusstsein gilt es auch in der Medienbranche herbei zu führen. Die Spirale zum niedrigsten Preis im immer beliebigeren Werbeumfeld ist fatal für die werbetreibende Wirtschaft. Das Werbeumfeld färbt schließlich auf die Marke ab.“  40 Prozent der markenaffinen Konsumenten empfinden Werbung in Tageszeitungen als sehr hilfreich bei der Kaufentscheidung, so die Aegis-Untersuchung. Zu dieser Gruppe zählen Menschen mit mittlerer bis hoher Kaufkraft, bei denen Marken ein besonders hohes Ansehen genießen.

2100

Bei der ADGAR-Gala ging mit der Werbebranche ging VÖZ-Präsident Thomas Kralinger hart ins Gericht: „Der heimische Werbemarkt definiert sich fast ausschließlich über den Preis.“

 

Kommentar hinterlassen