VÖZ-Präsident Thomas Kralinger Kralinger fordert rasche Umsetzung des Medienpaketes

07

Oktober

2013

Die Eckpunkte – so die VÖZ-Forderung – müssen konkret im Regierungsabkommen festgeschrieben werden.

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hebt mit neuen Werbesujets den Wert der Zeitungen und Magazine für vier konkrete Bereiche hervor: Kaufzeitungen und –magazine stärken die Meinungsbildung der Bürger, sichern die Berichterstattung in den Regionen, gewährleisten redaktionelle Qualität und Unabhängigkeit in gedruckter und digitaler Form und schaffen mit ihren Redaktionen einen unverzichtbaren Beitrag zur Wertschöpfung österreichischer Inhalte.

„Der Zeitpunkt, um die neuen Sujets zu lancieren, ist bewusst gewählt“, betonte VÖZ-Präsident Thomas Kralinger: „Die neue Regierung muss rasch ein Medienpaket auf Schiene bringen, das vorrangig aus einer reformierten Presseförderung und einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage besteht.“ Die Eckpunkte müssen konkret im Regierungsabkommen festgeschrieben werden. Hierbei brauche es auch einen verbindlichen Zeitplan. „Innerhalb von sechs Monaten nach der Regierungsbildung sollte eine Beschlussfassung im Parlament jedenfalls möglich sein. Weiters muss die Dotierung der Presseförderung außer Streit stehen. Die Evaluierungsstudie im Auftrag des Bundeskanzleramtes hat eine Aufstockung auf 50 Mio. Euro zur Förderung von Qualität und Vielfalt empfohlen. Österreichische Kaufzeitungen und Magazine sind die wahren rot-weiß-roten Content-Leader. Damit unsere Mitgliedsmedien ihre Aufgaben für Gesellschaft und Arbeitnehmer weiterhin in gewohnter Qualität wahrnehmen können, brauchen wir eine rasche Anhebung der Presseförderung.“

VÖZ-Medien beschäftigen 15.000 Menschen

Darüber hinaus verweist der Verbandspräsident auf die Rolle der Kaufzeitungen und -magazine als wesentlicher Wirtschaftsfaktor: „Die VÖZ-Mitgliedsmedien sind die größten Arbeitgeber der Medienbrache. Sie bieten rund 15.000 Menschen, darunter 1.800 Journalisten, in Österreich Beschäftigung. Alleine aus Umsatzsteuern und Werbeabgaben fließen rund 200 Millionen Euro jährlich an den Fiskus. Österreichische Kauftageszeitungen und -magazine schultern im Europavergleich eine erdrückend hohe Steuer- und Abgabenlast, kämpfen mit Umwälzungen am Werbemarkt und sind mit einem öffentlich-rechtlichen Konkurrenten konfrontiert, der seine Finanzkraft von knapp 600 Gebühren-Millionen auch im Online-Markt in wettbewerbsverzerrender Weise einsetzt, um zusätzliche Werbegelder abseits des öffentlich-rechtlichen Auftrags zu lukrieren.“

Die Sujets zur Kampagne wurden von der Agentur Demner, Merlicek und Bergmann entworfen.

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Demokratie: Das Sujet „Immer das letzte Wort haben. Als Erster.“ unterstreicht die Notwendigkeit der VÖZ-Medien für die Meinungsbildung der Bevölkerung, was auch der  aktuelle Wahlkampf zeigte. Tageszeitungen waren für 62 Prozent der Bevölkerung die wichtigste Informationsquelle für die Wahlentscheidung, ergab eine Umfrage des Instituts für Grundlagenforschung unter 700 Befragten im August. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Untersuchung von „meinungsraum.at“: Tageszeitungen spielten im Wahlkampf für die Information zu innenpolitischen Themen die größte Rolle.

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Journalismus ist eine Profession: Darauf weist das Sujet mit dem Claim „Echter Journalismus lässt Gerüchte in der Küche“ hin. Nur mit der „Brainpower“ der gut ausgebildeten und routinierten Redaktionen können Zeitungen und Magazine den Nutzern gegenüber Blogs und Sozialen Netzwerken einen echten Mehrwert bieten.

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Regionale Vielfalt: In manchen Regionen haben die VÖZ-Medien noch immer ein Alleinstellungsmerkmal in der Versorgung der Bevölkerung mit Informationen über die Vorgänge in ihrem lokalen Umfeld. Der Claim „Jede Region hat ihre eigenen Seiten.“ soll dies zum Ausdruck bringen.

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Die VÖZ-Medien liefern Qualität auf allen Kanälen, verdeutlicht das Sujet mit dem Claim „Hier steht der Hintergrund im Vordergrund“. Doch die Produktion von  Qualitätsjournalismus ist ein kostenintensives Gewerbe, das sich aufgrund der niedrigen Werbepreise im Web in den wenigsten Fällen rechnet. Hinzu kommt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk jährlich kolportierte 30 Millionen Euro seiner Gebührenmittel in sein Online-Angebot investiert und damit zumindest 10 Millionen Euro an Werbegeldern verdient. Um gegen diese Gebühren-gedopte Konkurrenz zu bestehen, brauchen Kaufzeitungen und -magazine die Presseförderung.

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