Video-News-Releases VNR

02

Mai

2007

PR-Kits für Radio und TV.
Der Kostendruck zwingt nicht nur Fernsehsender, sondern auch Internet-Nachrichten dazu, kostenlos angebotene Presseaussendungen in Form von Fernsehnachrichten, so genannten VNR, anzunehmen und zu senden.
Theoretisch müßte dies mit Quellenangabe geschehen, womit das PR-Interesse klar ersichtlich wäre. In der Praxis werden vor allem in den USA diese VNR ohne Quellenangabe wie redaktionelle Berichte gesendet.

Die deutsche Zeitschrift „journalist“ berichtet nun in ihrer Ausgabe 4/2007 über Versuche, die Sendestationen zumindest zur Quellenangabe zu zwingen, wenn sie VNR senden.

In Österreich dürfte der öffentlichrechtliche Rundfunk weitgehend immun gegen diese Art der Öffentlichkeitsarbeit sein. In den USA wird sie von den Fernsehsendern als legitime Art verteidigt, Kosten zu sparen.

Der Bericht weist darauf hin, daß auch Behörden mit VNR arbeiten, wenn sie Nachrichten im Fernsehen unterbringen wollen.

Kampf der Verbände
In den USA wurde im Oktober vergangenen Jahres ein Verband namens „National Association of Broadcast Communicators“ gegründet, dem 15 Produktionsfirmen für V N R angehören. Auf der anderen Seite macht das Center of Media and Democracy Stimmung gegen V N R.

Ein öffentlicher Aufschrei wie im Falle von Schmiergeldzahlungen an JournalistInnen ist laut „journalist“ bisher ausgeblieben. (obs5/2007/L)

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