Starke Interaktivität mit den Dialoggruppen

13

Dezember

2012

Peter G. Weixelbaumer, Leiter Werkskommunikation im BMW Werk Steyr, im OBSERVER-Interview zum Gewinn des Staatspreises PR für den Kommunikationsschwerpunkt „Nachhaltigkeit“.

OBSERVER: Ende November wurden Sie  und damit das BMW Werk Steyr für den Kommunikationsschwerpunkt „Nachhaltigkeit“ mit dem Staatspreis PR des PRVA ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es unter anderem, die Kampagne „besteche durch ein hochwertiges, herausragendes Konzept mit Vorbildwirkung“. Was macht das Projekt aus Ihrer Sicht auszeichnungswürdig?

Peter G. Weixelbaumer: Es gibt den  „6-I-Ansatz der Kommunikation“: Inhalt, Innovation, Interaktivität, Integrationskraft, Identität und Idealismus. Unser Kommunikationsschwerpunkt „BMW Werk Steyr: Wir sind nachhaltig erfolgreich“ ist bei allen 6 „I“ sehr stark: Konzept wie Botschaften sind inhaltlich sehr aussagekräftig und stimmig, wir gehen bei Vermittlung und Spin der Botschaften auch innovative Wege, die Maßnahmen setzen auf starke Interaktivität mit den Dialoggruppen, im Sinne von cross media aber auch zwischen den einzelnen Instrumenten. Die Botschaften wirken integrativ und beziehen die Dialoggruppen soweit möglich mit ein, der Kommunikationsschwerpunkt wirkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stark identitätsstiftend und mit dem Unternehmen verbindend. Und last but not least spürt man in jeder Kommunikationsmaßnahme den Idealismus und Enthusiasmus jener, über die berichtet wird und jener, die berichten. In seiner Gesamtheit ist der Schwerpunkt also ein ganz besonderes Kommunikationsprojekt.

OBSERVER: Können Sie bitte kurz die konkreten Maßnahmen schildern?

Peter G. Weixelbaumer: Die Maßnahmen sind über eine Laufzeit von drei Jahren in zwei aufeinander folgende Phasen eingebettet und umfassen die gesamte Palette an Kommunikationsaktivitäten, von Begegnungskommunikation wie einem BMW Mitarbeiterfest, einem Tag der offenen Tür, Mitarbeiter-Dialogformaten oder der indirekten Ansprache via DVD mit Filmen und Intros unseres Werksleiters über pointierte Berichte und nachhaltiges Agenda Setting in unserer Werkszeitung, im Intranet und im Werksfernsehen bis hin zu externen Medienplatzierungen zur effektiven Verstärkung der Botschaften. Das Aufzeigen der Vielschichtigkeit von Nachhaltigkeit, ihre innovative Platzierung bzw. Positionierung und die hohe Mitarbeiterorientierung in Ausgestaltung und Vermittlung der Maßnahmen machen so wie ihre Durchgängigkeit und Stimmigkeit eine wesentliche Stärke unseres Kommunikationsschwerpunktes aus.

OBSERVER: Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner meinte im Rahmen der Verleihung des Staatspreises PR: „Wirkungsorientierte PR führt zu einer optimalen Marktpräsenz, schafft Awareness und vertieft die Mitarbeiter- und Kundenbindungen. Das ist heute mehr denn je entscheidend für unternehmerischen Erfolg“. Inwiefern trägt der Kommunikationsschwerpunkt „Nachhaltigkeit“ bei BMW Steyr zum unternehmerischen Erfolg bei?

Peter G. Weixelbaumer:  Wirtschaftsminister Dr. Mitterlehner hat sehr gut auf den Punkt gebracht, welchen Impact professionelle Kommunikation hat. In Anlehnung an ein bekanntes PR-Zitat sagen wir: „Tue Sinnvolles und Erfolgreiches und sprich darüber bzw. lasse andere darüber sprechen.“ Genau das tun wir mit unserem Kommunikationsschwerpunkt „BMW Werk Steyr: Wir sind nachhaltig erfolgreich“ und haben dabei die positive Doppeldeutigkeit, dass die Erfolge des Standortes keine „Eintagsfliege“ sind, sondern sich zu einer über 30-jährige Erfolgsstory zusammenfügen und dass diese Erfolge durch nachhaltiges Wirtschaften erzielt werden, intern, aber auch extern vermittelt und untermauert. Größere Bekanntheit, steigender Zuspruch und wachsendes Commitment sind die Folge – und gleichzeitig selbst wichtige Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens.

OBSERVER: Was bei der mit dem Staatspreis PR ausgezeichneten Kampagne auffällt, ist der Umstand, dass keine PR-Agentur hinzugezogen wurde, sondern dass Planung und Umsetzung inhouse erfolgten. Warum?

Peter G. Weixelbaumer: Wir setzen bei internen Kommunikationsschwerpunkten in der Regel auf interne Konzeptionen. Damit stellen wir sicher, dass wir nahe an unseren Dialoggruppen, konkret an unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sind und bleiben. Gleichzeitig  können wir so unsere Budgetmittel fokussiert für externen Support bei der Produktion von High-End-Fotos und -Filmen oder bei der Umsetzung von Großevents wie unser BMW Mitarbeiterfest oder unseren Tag der offenen Tür einsetzen. In Summe sichern wir durch eine starke Inhouse- Organisation unserer Werkskommunikation einen umfassenden und profunden  kommunikativen Output bei vergleichsweise geringerem monetären Input.

OBSERVER: Was bedeutet der Gewinn des diesjährigen Staatspreises PR für Ihre Abteilung und für Ihr Unternehmen?

Peter G. Weixelbaumer: Wir sind sehr stolz, dass wir Österreichs hochkarätigste Auszeichnung für Kommunikation und PR nach Steyr holen konnten. Der Preis ist im doppelten Sinne eine Teamleistung – vom Team der BMW Werkskommunikation in Steyr, aber letztlich auch von der gesamten Belegschaft des Werkes. Denn sie hat die Inhalte und damit die Substanz des Kommunikationsschwerpunktes erarbeitet und setzt Nachhaltigkeit im BMW Werk Steyr nachhaltig um. Und ohne substantielle Inhalte gibt es keine nachhaltig gute Kommunikation.

Peter G. Weixelbaumer, Leiter Werkskommunikation im BMW Werk Steyr: „Wir setzen bei internen Kommunikationsschwerpunkten in der Regel auf interne Konzeptionen. Damit stellen wir sicher, dass wir nahe an unseren Dialoggruppen, konkret an unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sind und bleiben.“

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