Social Media im Wahlkampf: Der Stein der Weisen?

25

Oktober

2013

Beim DMVÖ Facts & Friends Business-Breakfast am 23. Oktober in Kooperation mit dem »OBSERVER« präsentierten Meinungsforscher Peter Hajek (Peter Hajek Public Opinion Strategies) und »OBSERVER«-Boss Florian Laszlo eine Medienresonanzanalyse der Parteien-Nennung im Web zur vergangenen Nationalratswahl.

Nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl. Die diesjährigen Nationalratswahlen waren die ersten, die in Österreich  auch im Social Web zum Ereignis wurden. Der Wahlkampf zur Nationalratswahl verlagerte sich erstmals ins Netz und das Buhlen der Parteien um Wählerstimmen war auch auf Facebook und Twitter deutlich bemerkbar. Für Friends & Follower diente das Social Web zunehmend als Informationsplattform, die ergänzend zu klassischen Medien wie TV, Radio und Zeitung genutzt wurde. Die neue Bühne des Social Webs wurde von Journalisten und Politikern perfekt bespielt. Blogs widmeten sich tagesaktuellen (politischen) Ereignissen, Journalisten twitterten um die Wette, diverse Plattformen versprachen Orientierungshilfen bei den Wahlprogrammen der Parteien oder boten einen Überblick im Social Media Dickicht durch Echtzeit-Twitter-Streams und Facebook-Analysen. Social-Media-Barometer und Rankings gaben die politische Stimmung in Österreich wieder und wagten Vorhersagen zum Ausgang der Wahl.

Social Media auf dem Prüfstand

Doch wie haben die österreichischen Parteien während des Wahlkampfs im Web abgeschnitten? Meinungsforscher Peter Hajek und Medienbeobachter Florian Laszlo klärten diese Frage beim DMVÖ Facts & Friends Business Breakfast bei Melange und Brioche hinreichend. Dabei standen die Fragestellungen „Ist der Buzz nach der Wahl weg?“ und „Wie wichtig waren die Sozialen Medien für die einzelnen Parteien und wie hat sich diese Resonanz verändert?“ im Mittelpunkt. „Die positive Resonanz im Social Web ist durchaus erstaunlich, auch wenn sie nicht deckungsgleich mit dem Wahlergebnis ist“, meint Anton Jenzer, Präsident des Dialog Marketing Verband Österreich, zu der gelungenen Präsentation der Ergebnisse. „Mit dieser DMVÖ Facts & Friends-Veranstaltung in Kooperation mit dem »OBSERVER«, wollten wir unseren Mitgliedern einen besonderen Mehrwert bieten, nämlich Themen, die über den klassischen Dialog Marketing-Bereich hinausgehen“, so Jenzer weiter.

Kernergebnisse der präsentierten Medienresonanzanalyse: Das Social Web hat seine (positive) Wirkung im Wahlkampf zur Nationalratswahl 2013 gezeigt, wie beispielsweise am Erfolg der neuen Partei NEOS zu sehen war. Allerdings sind Facebook, Twitter und Co keine Selbstläufer und Garant für den Wahlerfolg. Zwar ist der direkte Impact der Social Media Kanäle auf das Wahlergebnis schwierig messbar, doch konnte durch die Verbindung der empirischen Methoden der Befragung und Beobachtung ein gutes Bild des Wahlkampfs im Social Web gezeichnet werden. Die Auswirkungen der Online-Medienresonanz war vor allem bei jungen Wählern bemerkbar, die Social Media und generell das World Wide Web exzessiv nutzen. Egal ob off- oder online, Kommunikation ist der Schlüssel zum (Wahl-) Erfolg!

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Peter Hajek (Geschäftsführer Peter Hajek Public Opinion Strategies), Anton Jenzer (DMVÖ Präsident und Geschäftsführer Jenzer Consulting), Florian Laszlo (Geschäftsführer »OBSERVER«) und Werner Schediwy (DMVÖ Vizepräsident und Marketingleiter Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien)

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