Schöpfer des Tintin war Medienbeobachter

27

Oktober

2011

Tim und Struppi – im französischen Original Tintin et Milou – ist ein Klassiker der intelligenten Bildungsbildergeschichten und kommt nun in einer Verfilmung von Steven Spielberg ins Kino. Sein Autor bezog sein Wissen über die Welt aus den Medien.

So ähnlich wie Karl May, der den Wilden Westen und das ebenso wilde Kurdistan detailreich beschrieben hat, hat auch Hérgé kaum sein Arbeitszimmer verlassen und ist erst sehr spät im Leben weit gereist. Seine Kenntnis über die fernen Weltengegenden, die Tintin bereiste, bezog er ausschliesslich aus den Medien. In seinem Nachlass befinden sich zehntausende Ausschnitte aus Magazinen und Zeitungen, die Menschen, Tiere, Werkzeuge, aber auch Süssspeisen zeigen.

Fama des Journalisten

Auch nicht ganz unschuldig am Zulauf zum Publizistik-Studium ist der Autor, der seinen Held als Reporter auf Reisen schickte. Vielleicht auch, weil er nie etwas tatsächlich schreiben musste. Wer hat sich denn nicht schon einmal vorgestellt wie Tim die Welt zu entdecken und dabei eine grosse Aufgabe zu erfüllen.

Ab heute läuft der 3D-animierte Film in den österreichischen Kinos.


Filmtrailer

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