Rainer Nowak soll „Die Presse“-Chefredakteur werden, Esther Mitterstieler wird „WirtschaftsBlatt“-Chefredakteurin

03

August

2012

Ihre Vorgänger – Michael Fleischhacker und Wolfgang Unterhuber – verlassen die beiden Styria-Blätter.

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung setzt die Styria Media Group AG bei ihren Wiener Tageszeitungen „Die Presse“ und „WirtschaftsBlatt“ auf eine neue Führung. Die Neuordnung der Geschäftsführung ist der Auftakt zu einem umfassenden Umbau von Presse und „WirtschaftsBlatt“, die künftig deutlich enger zusammenarbeiten und teilweise auch integriert werden. Die Redaktionen der beiden Marken werden aber weiterhin eigenständig und unabhängig bleiben. “Damit reagieren wir auf die strukturellen Veränderungen in unseren Märkten”, begründete Styria-Finanzvorstand Malte von Trotha diesen Schritt. “Wir gehen die Veränderungen jetzt aus einer Position der finanziellen Stärke an, haben eine Investitionskraft wie nie zuvor in der Konzerngeschichte und wollen diese nutzen. Unser Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle und -felder zu erschließen und das Kerngeschäft an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen. Nur so werden wir auch künftig Qualitätsjournalismus bieten und die Unabhängigkeit bewahren können.” Mit 1. Oktober übernehmen Dr. Michael Tillian als Vorsitzender und Mag. Herwig Langanger die Geschäftsführung sowie Rainer Nowak („Die Presse“) und Dr. Esther Mitterstieler („WirtschaftsBlatt“) die Chefredaktion der beiden Tageszeitungen. Die Bestellung von Rainer Nowak steht noch unter dem Vorbehalt der Bestätigung durch die Redaktionsversammlung der Presse.

Gemeinsame Stärken

“Durch das Zusammenrücken beider Marken werden künftig gemeinsame Stärken genützt und Synergien realisiert, um die entsprechenden Ressourcen für die Neuausrichtung bereitzustellen. Wir leiten mit diesem Schritt einen Prozess ein, der uns zu mehr Innovation, neuen Produkten bei einem klaren Fokus auf die Digitalisierung führen wird. Wir bekennen uns klar zu beiden Marken und zum Qualitätsjournalismus. Ziel unserer journalistischen Arbeit ist es mehr denn je, exzellent und interessant zu sein”, so der ressortzuständige Vorstand Klaus Schweighofer. Die bisherigen Mitglieder des Managements der beiden Häuser, Reinhold Gmeinbauer, Hans Gasser, Michael Fleischhacker, Wolfgang Unterhuber sowie Klaus Hoffmann werden den Konzern verlassen. “Sie haben für die Styria sowie das ,WirtschaftsBlatt‘ und ,Die Presse‘ einen wesentlichen Schritt möglich gemacht, nämlich die beiden Wiener Tageszeitungsmarken aus tiefroten Zahlen in die Profitabilität zu führen. Das ist eine außerordentliche Leistung, für die Ihnen der Dank des Konzerns gilt”, so Schweighofer weiter.

Neue Besen

Michael Tillian (39) war als Projektleiter in der Styria für viele erfolgreiche Unternehmenstransaktionen zuständig. So hat er zum Beispiel den Erwerb der Aktienmehrheit an der WirtschaftsBlatt Verlags AG gemanagt. Von 2005 bis 2009 war er Mitglied des Vorstandes und seit 2008 Vorstandsvorsitzender der Styria Multi Media AG sowie stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsblatt Verlags AG. Seit Mitte 2010 ist Michael Tillian als Vorstand der Regional Medien Austria AG in Wien tätig.

Herwig Langanger (34) begann seine Karriere 2004 bei der Styria in Graz, bevor ihn die „Presse“-Geschäftsführung 2005 als Leiter Controlling nach Wien holte. 2008 erhielt er die Prokura, 2009 wurde er mit der Umstrukturierung der „Presse“-Gruppe betraut. Seit Anfang 2010 ist Herwig Langanger Geschäftsführer der Presse-Holding und verantwortet neben den Finanzen auch die Bereiche Produktion, Vertrieb, IT, Leserservice und Lesermarketing.

Rainer Nowak (39) schreibt seit 1996 für „Die Presse“ in Wien. Nach Stationen in der Chronik-, Kultur- und Innenpolitikredaktion wurde Nowak 2004 Ressortleiter der Chronik Wien. Gemeinsam mit Christian Ultsch (Außenpolitik) wurde Rainer Nowak 2009 zum Redaktionsleiter der neuen Wochenzeitung „Presse am Sonntag“ bestellt. Darüber hinaus ist Rainer Nowak seit 2010 Ressortleiter der Innenpolitik der „Presse“. 2011 wurde er zum Politik-Journalisten des Jahres gekürt.

Esther Mitterstieler (43) begann ihre journalistische Laufbahn als Wirtschaftsredakteurin in Italien und wechselte 1998 nach Wien. Seit 2006 ist Mitterstieler als Wirtschaftsredakteurin mit dem Schwerpunkt Unternehmen und Märkte für das „WirtschaftsBlatt“ tätig. Seit Ende 2007 leitet sie das Ressort Unternehmen und Märkte und ist seit 2009 auch stellvertretende Chefredakteurin im „WirtschaftsBlatt“.

Esther Mitterstieler folgt Wolfgang Unterhuber als „WirtschaftsBlatt“-Chefredakteurin nach.

Rainer Nowak wird Michael Fleischhacker als Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“ nachfolgen.

Kommentar hinterlassen