PRVA vs. APA-OTS

03

Juli

2008

Konflikt wieder beigelegt.Die PRVA-Agenturen sind angesichts der neuen APA-OTS Angebote PR Textlektorat und PR Textservice „not amused“. Denn – so der Vorwurf – APA-OTS versuche den Eindruck zu vermitteln, hier könnten qualifizierte PR-Leistungen zu besonders günstigen Konditionen eingekauft werden.
Für Aufregung sorgen derzeit die neuen APA-OTS Angebote PR Textlektorat und PR Textservice. Der Vorwurf des Public Relations Verbandes Austria (PRVA): APA-OTS versuche den Eindruck zu vermitteln, hier könnten qualifizierte PR-Leistungen zu besonders günstigen Konditionen eingekauft werden. Tatsächlich – so die im PRVA vereinten Agenturen – seien die neuen APA-OTS Leistungen aber „nicht mit den Leistungen der PRVA Agenturen zu vergleichen“. Peter Hörschinger, Leiter der Agenturengruppe im PRVA, erklärt ganz unmißverständlich: „Tatsache ist, dass hinter einer Presseaussendung wesentlich mehr als ein am Fließband produzierter Text oder ein journalistisches Text-Lektorat steht. Daher sind die Agenturleistungen auch von den Kosten her nicht mir dem Angebot von APA-OTS zu vergleichen“.

Dem Gießkannen-Prinzip eine Absage erteilt

Die Argumentationslinie des PRVA: Die Leistungen der PR Agenturen im Bereich Medienarbeit gehen weit über das Angebot von APA-OTS hinaus. Erfolgreiche Pressearbeit zeichnet sich somit durch professionelle Erarbeitung des Inhaltes, ein professionelles Medienmanagement und umfangreiche Beratungsleistung aus. Hinter einer Aussendung stecken neben Hintergrundwissen zu Unternehmen und Produkten auch Recherchen in der Branche und die Auswahl der passenden Medien für das jeweilige Thema. Nicht bei jeder Aufgabenstellung ist die Presseaussendung das optimale Mittel einer Veröffentlichung. Weil auch Gießkannen-Prinzip bei vielen Redaktionen auf Ablehnung stoße, da die Mailboxen von Journalisten täglich überfüllt sind. Hörschinger via Aussendung. „Die Beratungsleistung einer PR-Agentur sichert die optimale Auswahl der verschiedenen Möglichkeiten bei der Veröffentlichung und damit auch die optimale Verbreitung einer Information. Weiters sind PR-Agenturen im Umgang mit ethischen und rechtlichen Fragestellungen geschult und schützen Unternehmen in diesen Belangen.“

Bisher war APA-OTS ausschließlich ein Vertriebsweg von Presseaussendungen zu den Redaktionen, der zumal von vielen Agenturen auch benutzt wurde. Die Erweiterung der APA-OTS Leistungen um die Gestaltung von Presseaussendungen wird somit vom Public Relations Verband kritisch gesehen. PRVA-Präsident Martin Bredl betont dazu. „Eines unserer größten Anliegen im Verband ist es, einen hohen Qualitätsstandard für Public Relations zu etablieren. Diskontpreise für Presseaussendungen konterkarieren diese Bemühungen.“

Mittlerweile wurde der Konflikt auch wieder beigelegt und Karin Thiller, Geschäftsführerin APA OTS sagte gegenüber dem Horizont. „…wir spielen hier in einer völlig anderen Liga…“. Für Peter Hörschinger, im PRVA Chef der Agenturengruppe, ist die wichtig keine Verwirrung beim Kunden aufkommen zu lassen und Kostenvergleiche von nicht vergleichbaren Leistungen im Vorfeld schon auszuklammern.

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