PRVA-Studie: PR gewinnt in der Krise an Bedeutung

25

April

2009

Krise hat PR-Branche noch nicht voll erreicht.Corporate Social Responsibility, Public Affairs und PR über Neue Medien werden laut einer aktuellen Untersuchtung des Public Relations Verbandes Austria (PRVA) immer wichtiger.
„PR gewinnt in Zeiten der Krise stark an Bedeutung“, lautet das Credo der ersten PR Panel-Studie des PRVA (www.prva.at), das für Auftraggeber gleichermaßen gilt wie für Agenturen. Gleichzeitig erwarten laut der von Marketagent.com (www.marketagent.com) durchgeführten Studie mehr als zwei Drittel der befragten PR-Experten auch für ihr Unternehmen bzw. ihre Agentur Auswirkungen der Krise. Bisher sind die Auswirkungen in den Unternehmen deutlich stärker zu spüren als in den Agenturen. Fast die Hälfte der Befragten PR-Experten (46,8 Prozent) ist der Ansicht, dass PR in Zeiten der Krise „stark an Bedeutung gewinnt“. Weitere zwei Fünftel (39,9 Prozent) gehen davon aus, dass PR zumindest „etwas an Bedeutung gewinnt“. Bei dieser Einschätzung zeigen sich keinerlei Unterschiede zwischen Auftraggebern und Agenturen. Dass PR in Zeiten der Krise zumindest etwas an Bedeutung verlieren könnte, sehen nur knapp fünf Prozent der Befragten. Auf die Frage nach den Gründen für die zunehmende Bedeutung von PR in Krisenzeiten werden vor allem drei Gründe genannt: In Krisenzeiten bestehe insgesamt erhöhter Kommunikationsbedarf, der auch eine Verbesserung der Kommunikation verlangt. Dazu komme die Notwendigkeit professioneller Krisenkommunikation und der Bedarf, verstärkt in den Aufbau bzw. die Stärkung des Vertrauens zu investieren. Was die Notwendigkeit von Krisenkommunikation betrifft, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Unternehmen und Agenturen: Während mehr als ein Drittel der Agenturvertreter darin einen der wichtigsten Gründe für den Bedeutungszuwachs der PR in Krisenzeiten sehen, gilt das für Unternehmensvertreter nur zu knapp einem Fünftel. Aktuell hat rund ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) aus Unternehmen das Gefühl, von der Krise stark betroffen zu sein, weitere 47 Prozent fühlen sich etwas betroffen. Im Vergleich dazu ist die Krise auf Agenturseite noch nicht wirklich angekommen: Während ebenfalls 48 Prozent das Gefühl haben, etwas betroffen zu sein, fühlen sich nur 3,3 Prozent „stark betroffen“.

Gewisse Teildisziplinen stagnieren, insgesamt boomt es

Auf die Frage, wie wichtig verschiedene PR-Bereiche derzeit in den Unternehmen/Agenturen sind bzw. in drei Jahren sein werden, antworteten die Befragten folgender Maßen: Unternehmenskommunikation ist und bleibt nach Ansicht der Befragten am wichtigsten (heute und in drei Jahren je 60 Prozent sehr wichtig). Marken & Consumer PR (heute 32 Prozent, drei Jahren 45,8 Prozent sehr wichtig), Nachhaltigkeit und CSR (heute 21,6 Prozent, in drei Jahren 42,5 Prozent sehr wichtig) sowie Public Affairs und Lobbying (heute 25,5 Prozent, in drei Jahren 34 Prozent sehr wichtig) gewinnen an Bedeutung. Interne Kommunikation & Change Management (heute 34,6 Prozent, in drei Jahren 37,9 Prozent sehr wichtig) sowie Krisenkommunikation (heute und in 3 Jahren 32 Prozent sehr wichtig) bleiben unverändert wichtig. Internationale Kommunikation, Investor Relations und Personal Coaching bzw. Kommunikationstrainings sind demgegenüber nach Ansicht der Befragten sowohl heute als auch in drei Jahren deutlich weniger wichtig. Im Bereich der Kommunikationsinstrumente erwarten die Befragten in den nächsten drei Jahren einen deutlichen Bedeutungszuwachs aller digitalen Kommunikationsformen – von der Medienarbeit mit Online-Medien bis hin zur Nutzung von Social Media Plattformen.

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