Presseclub Concordia kehrt „heim“

30

April

2012

Das Gebäude in der Bankgasse Nummer 8 in unmittelbarer Nähe zum Wiener Burgtheater wurde seit Sommer 2010 generalsaniert, jetzt sind die Umbauarbeiten abgeschlossen.

Nach fast zwei Jahren kann der Presseclub Concordia demnächst in „sein“ historisches Domizil in der Wiener Innenstadt zurückkehren. Das Gebäude in der Bankgasse Nummer 8 in unmittelbarer Nähe zum Wiener Burgtheater wurde seit Sommer 2010 generalsaniert, jetzt sind die Umbauarbeiten abgeschlossen – wie der Presseclub am Freitag mitteilte. Ab 9. Mai öffnet das Palais in der Bankgasse erstmals wieder seine Pforten. Am 9. Mai findet unter dem Titel „Concordia neu“ eine Pressekonferenz anlässlich der Generalsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Hauses statt, am 10. Mai werden die neu renovierten Räume bei einer Abendveranstaltung von Medienstaatssekretär Josef Ostermayer eingeweiht, und am 11. Mai findet ein Tag der offenen Tür statt. Die historischen Räume in der Bankgasse dienen dem Presseclub Concordia bereits seit 1958 als Herberge. Sie wurden der Vereinigung als Teil-Wiedergutmachung für die Schädigungen des Presseclubs durch das NS-Regime vom damaligen Bundeskanzler Julius Raab zur Verfügung gestellt und zwar für einen – für heutige Verhältnisse geringen – Nachkriegs-Mietzins. Zusätzlich wurde das Gebäude damals von der Bundesregierung renoviert und mit goldenen Lettern versehen, die bis heute die Aufschrift über der Einfahrt „Concordia Haus“ zieren. Um die Renovierung des Hauses hatte es langwierige Streitigkeiten mit dem Besitzer des Gebäudes, der Bundesimmobiliengesellschaft  gegeben, die nicht zuletzt aufgrund der geringen Mieterlöse lange Zeit kaum Investitionen getätigt hatte. Der Presseclub hatte seinerseits jahrelang auf die notwendige Sanierung des Hauses gedrängt und seine eigenen Räumlichkeiten im Jahr 1995 renoviert. Im Jahr 2009 entwickelte der renommierte Architekt Manfred Wehdorn ein Konzept, das mit dem Denkmalschutz vereinbar war und das über die Generalsanierung hinaus auch einen Dachbodenausbau vorsah, der nach der Sanierung zu marktüblichen Preisen vermietet werden soll.

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