PR-Ethik-Rat nimmt auch digitale Kommunikation ins Visier

15

Oktober

2015

Doris Christina Steiner, Peter Steinberger und Josef Barth bilden gemeinsam mit Peter Kleemann und Christian Schrofler die Arbeitsgruppe Digitale Kommunikation.

Die digitale Kommunikation gerät zunehmend ins Blickfeld des PR-Ethik-Rats. Zum einen verlagert sich das Tätigkeitsfeld der PR immer stärker ins Netz. Zum anderen leisten offenbar die Dynamik in diesem Bereich sowie die sich laufend ändernden rechtlichen Bestimmungen und Usancen ethisch nicht korrekten Praktiken Vorschub. Der PR-Ethik-Rat wird daher künftig einen besonderen Fokus auf die neuen Formen von PR im digitalen Bereich legen und hat sich dafür auch personell verstärkt: Doris Christina Steiner, Peter Steinberger und Josef Barth – seit Sommer neue Mitglieder im Rat – bilden gemeinsam mit Peter Kleemann und Christian Schrofler die Arbeitsgruppe Digitale Kommunikation.

Internet ist kein ethikfreier Raum

„Digitale Kommunikation ist kein ethikfreier Raum, sondern unterliegt den gleichen ethischen Kodizes wie klassische Öffentlichkeitsarbeit“, betont Brigitte Mühlbauer, stv. Vorsitzender der Selbstkontroll-Institution. „Daher ist der PR-Ethik-Rat für digitale Kommunikation ebenso zuständig.“ „Unser Ziel ist es“, meint Doris Christina Steiner, „durch Aufzeigen von Verstößen zu einer Bewusstseinsbildung beizutragen. Gleichzeitig wollen wir aber auch Orientierung bieten, etwa durch Diskussionsbeiträge, Leitlinien oder Positionspapiere.“ Der PR-Ethik-Rat bewertet Online- und Social Media-Inhalte vor dem Hintergrund kommunikationsethischer Kodizes und Standards – in Verbindung mit professionellen bzw. kommerziellen Absendern. Unter diesen Absenderbegriff fallen Agenturen, Unternehmen, Organisationen, politische Parteien und journalistisch oder in kommerziellem Auftrag tätige Privatpersonen (etwa Blogger) – etwa auch Mediadienstleister, SEO-Agenturen & Publisher und viele mehr. Nicht bewertet werden Inhalte von Privatpersonen ohne kommerzielles Interesse. Geprüft wird beispielsweise, ob Kommunikation im Auftrag verdeckter Dritter oder auf Basis von unseriösen Geschäftsmodellen erfolgt. Erst jüngst hat sich der PR-Ethik-Rat intensiv mit einem Fall befasst, wo Online-User/innen durch gefälschte Postings planmäßig und in großem Stil getäuscht wurden.

Die Arbeitsgruppe Digitale Kommunikation im Detail

Doris Christina Steiner ist Senior-Beraterin bei Ketchum Publico und berät nationale und internationale Unternehmen und Marken sowie innovative Projekte. Sie hat zuletzt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für digitale sowie klassische PR-Kampagnen gewonnen, u.a. wurde sie als Onlinerin des Jahres ausgezeichnet. Sie bringt vor allem internationales Know-how und Standards zum Thema Transparenz in der digitalen Kommunikation in den PR-Ethik-Rat ein. Peter Steinberger ist mit seiner D&S Beratung insbesondere in Monitoring und Analyse von Online-Kommunikation tätig. Seine langjährige Erfahrung, die bis zu den ersten kommerziellen Internet-Projekten in Österreich zurückreichen, ergänzt durch seine wissenschaftliche Basis als Universitätslektor, bringt dem PR-Ethik-Rat eine profunde Expertise im Umgang mit User-Foren und Online-Kommentaren. Josef Barth ist Geschäftsführer der Kommunikations-Agentur Pick & Barth Digital Strategies mit Schwerpunkt auf Strategie-Entwicklung und Online-Campaigning im Public Sector und NGO-Bereich. Sein Fokus liegt vor allem auf dem Zusammenspiel von Kommunikation und Medien. Peter Kleemann ist Unternehmenssprecher der Flughafen Wien AG und wird im PR-Ethik-Rat seine Erfahrung aus der Perspektive großer Marken und Unternehmen einbringen. Insgesamt ist Kleemann seit 15 Jahren in der Kommunikationsbranche tätig. Christian Schrofler war 24 Jahre in leitenden Marketing- und Kommunikationsfunktionen für führende Unternehmen tätig und berät nun selbständig mit seinem Unternehmen REALIZING-IDEAS den großen Bereich der Klein- und Mittelbetriebe bei ihrem Umgang mit Social Media und der digitalen Kommunikation.

PR-Ethik-Rat_Arbeitsgruppe Digitale Kommunikation © PR-Ethik-Rat_Christian Müller

 

Schauen für den Österreichischen Ethik-Rat für Public Relations ab sofort im Digitalbereich nach dem Rechten: Josef Barth, Doris Christina Steiner, Peter Steinberger und Brigitte Mühlbauer.

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