Paid Content hat in den USA die höchste Akzeptanz

28

März

2012

User in den USA zahlen am häufigsten für Musikdownloads. Nachrichten sind wiederum die Top-Kategorie für Paid Content in Deutschland und Europa.

Auch angesichts großer Mengen kostenfreier Medieninhalte sind die Eigentümer von Tablets nicht grundsätzlich dagegen, für Inhalte zu zahlen, die ihnen wichtig sind. Das Marktforschungsunternehmen Nielsen hat in den USA, Großbritannien, Italien und Deutschland untersucht, für welche Arten von Medieninhalten Tablet-Nutzer bereit sind, Geld zu bezahlen. Das Ergebnis: Für Musikdownloads über Bücher, Filme und Magazine bis hin zu TV-Shows, Radio-Streaming sowie Sportereignisse ist die Zahlungsbereitschaft bei Tablet-Nutzern in den USA im Ländervergleich am höchsten ausgeprägt. Es gibt nur eine Ausnahme: Nachrichten.

Nachrichten sind demgegenüber die Top-Kategorie für Paid Content bei Tablet-Nutzern in Europa. Spitzenreiter ist hier Italien: Stolze 44 Prozent der Tablet-Nutzer in Italien geben an, schon einmal für Nachrichten auf ihrem Tablet gezahlt zu haben. Das ist durchaus auch eine Frage des Angebotes, denn in Italien ist paid content in diesem Bereich vergleichsweise weiter verbreitet als hierzulande. Die 15 Prozent zahlungsbereiter Tablet-Nutzer in Deutschland wirken deshalb auf den ersten Blick deutlich geringer. Dennoch sind „Nachrichten“ mit deutlichem Abstand die Kategorie von Medieninhalten, für die Tablet-Nutzer in Deutschland nach eigenen Angaben bisher am häufigsten Geld ausgegeben haben.

Und nicht nur das: Grundsätzlich haben Nutzer mobiler Endgeräte in Deutschland nach eigenen Angaben im Durchschnitt 3,20 Euro pro Download für Nachrichten bezahlt. 36 Prozent geben sogar an, die aktuellen Preise als zu niedrig zu empfinden. Das ist ein deutlicher Unterschied im Vergleich zur Zahlungsbereitschaft bei Bewegtbildinhalten: Hier gibt bis zu einem Viertel aller Nutzer an, die Preise dafür seien zu hoch. Dennoch wird der subjektiv unverzichtbare Content käuflich erworben. Als einer der Hauptgründe für die Nutzung von TV/Videos auf mobilen Endgeräten werden mit 56 Prozent verpasste Fernsehsendungen angegeben. „Dies verdeutlicht – neben der hohen parallelen Nutzung von TV und mobilen Endgeräten beim sogenannten Dual-Screening – auch die Relevanz mobiler Endgeräte im Alltag für den Konsum verpasster Fernsehsendungen“, so René Bellack, Vice President Client Service Telecom Practice Group Germany.

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