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Dezember

2011

Reinhard Krèmer ist Chefredakteur des Styria Multimedia-Supplements „unser GELD“, das als Abo-Beilage den Titeln „Wiener“, „Wienerin“, „Sportmagazin“, „Motorradmagazin“, „SportWoche“, „DIVA“ und „miss“ beiliegt.

1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Wissen zu sammeln, Zusammenhänge zu erkennen, sich einen Überblick zu verschaffen und möglichst die Wahrheit zu finden.

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Die zeitweise immense Stressbelastung

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?

Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch – das kann ich beruflich ausleben 😉

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Alles, was mit Wirtschaft und Finanzen zu tun hat, ist immer willkommen. Ich beschäftige mich den ganzen Tag auch mit nichts anderem. Von Sport hingegen hab ich keinen Tau.

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

Per E-Mail.

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Ich bin Nachtarbeiter. Meine „Betriebszeiten“ liegen zwischen 11 und 23 Uhr – dafür aber an allen Tagen – auch sonn- und feiertags. Wer mich jedoch um 8 Uhr früh anruft, wird mit dem Gesprächs-Ergebnis nicht zufrieden sein, weil ich oft erst um vier Uhr früh schlafen gehe

7. Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Aufdringlichkeit und Lügen

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Ich hatte einmal mit einer Anwaltskanzlei eine Serie in einer Tageszeitung über Anlagebetrugsfälle, wo sie Geschädigte (erfolgreich) vertraten, vereinbart – die PR-Agentur der Kanzlei hat das abgeschossen, was mir bis heute völlig unverständlich ist. Allerdings betreut diese Agentur die Anwaltskanzlei auch nicht mehr – war wohl auch sonst höchst kompetent …

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Die Kommunikationsstelle einer Versicherung arbeitet derart schnell und professionell, dass ich mich jedes Mal schon auf eine Zusammenarbeit freue.

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Schnelle Reaktion und die Fähigkeit, Anfragen treffsicher zu beantworten

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Sachverhalte beim Kunden zu orten, die die Öffentlichkeit wirklich interessieren

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei „unser GELD“ charakterisieren?

Ich versuche, Themen zu finden, die die Leser fesseln und sie dann mit unserem Autoren-Experten-Team umzusetzen. Wir wollen Stories bringen, mit denen der Leser im Idealfall auch Geld verdienen kann

13. Wofür steht „unser GELD“ in wenigen Worten und was macht es als Medium unverwechselbar?

Wir wollen Leser zurück ins Boot holen, die sich beim Thema „Geld“ längst ausgeklinkt haben, ihnen Zusammenhänge erklären und transparent machen (und zwar in einer Sprache, die man auch versteht – möglichst ohne Fach-Kauderwelsch), sie für das Thema „Geld“ (wieder) interessieren und auch ein wenig volksbildnerisch tätig sein.

14. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Das mag jetzt banal klingen – aber ich könnte mir nix Besseres vorstellen.

Ad personam

Beruflicher Werdegang: „NÖN“, „Täglich Alles“, ORF Niederösterreich, „Kronen Zeitung“ Mediaprint. Seit 16 Jahren freier Journalist. Im „GEWINN“ und „TOP-GEWINN“ hatte ich von Anfang an die Chance, unter dem Doyen der österreichischen  Finanzjournalisten, Dr. Georg Wailand, Erfahrungen zu sammeln und zu lernen.Stationen waren und sind unter anderem „Der Standard“, „Wiener Zeitung“ (Finanzbeilage Wiener Kapital), Financenet (Finanzteil des „Medianet“), „Business People“, „Wirtschaftsblatt“, „Fondswerte Magazin“, „Portfolio International“ (deutsche Fachzeitung)

Geburtsdatum: 25.8.1962

Hobbys: kochen

Lieblingsort in Österreich: Die Wiener Innenstadt – nachts beim spazieren gehen

Lieblingsort weltweit: Miami

Lieblingsautor: Roald Dahl

Lieblingsgetränk: Cola Light

Lieblingsessen: Steak mit Süßkartoffeln

Lieblingsfilm: Die Glücksritter

Lieblingsschauspielerin: Jamie Lee Curtis

„unser GELD“-Chefredakteur Reinhard Krèmer: „Wir wollen Leser zurück ins Boot holen, die sich beim Thema Geld längst ausgeklinkt haben.“

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