Medien- und PR-szene wird zunehmend weiblicher

01

Oktober

2006

Der Anteil weiblicher Journalisten in Österreich klettert kontinuierlich nach oben. Dies geht aus einer Presseaussendung von pressetext austria hervor, die die aktuelle Herbstausgabe des Journalistenindexes (www.journalistenindex.at) analysiert hat.
So sind inzwischen laut Journalistenindex 35,6 % der Mitarbeiter in den österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen Frauen. Ein Ende des Trends ist außerdem nicht in Sicht. Von den insgesamt 13.417 gelisteten Journalisten in 3.400 verschiedenen Medien entfallen somit 4.782 auf das weibliche Geschlecht.

Beim staatlichen Fernsehen ist der Anteil der Frauen zudem besonders hoch. 41,4 % der Beschäftigten beim ORF sind weiblich.

„Es wird deutlich, daß immer mehr Frauen diese Berufslaufbahn einschlagen. In den Hochschulklassen finden sich inzwischen bis zu 80 oder 90 % weibliche Hörer“, erklärt Peter Hoffer, Herausgeber des Österreichischen Journalistenindex, im Gespräch mit pressetext.

Der Frauenanteil beim privaten Rundfunk und Fernsehen liegt momentan bei durchschnittlich 36,7 %, bei Tageszeitungen sind es 34,3 % und bei Zeitschriften und Fachpublikationen 35,5 %.

Auch im PR-Bereich sei ein deutlicher Anstieg weiblicher Mitarbeiter zu beobachten.

Frauen erobern die Branche

Es gibt heute fast kein Gebiet mehr in den Medien, das nur noch männlich
dominiert ist“, so Hoffer. Viele Ressorts, die früher klar in Händen der Männer lagen, wie etwa Politik oder Wirtschaft, seien inzwischen von den Damen eingenommen worden. „Dieser Trend hat vor ungefähr 15 Jahren eingesetzt und schreitet nun kontinuierlich voran“, sagt Hoffer gegenüber pressetext.

Im vergangenen Jahr waren 819 der 1.822 neu eingetragenen Journalisten weiblich. Das entspricht etwa 45 % der hinzugekommenen Medienmitarbeiter.
In diesem Jahr zählt der Journalistenindex bislang 400 neu eingetragene Frauen und 411 neu eingetragene Männer. Das Geschlechterverhältnis ist also nahezu ausgeglichen. Die neue Tageszeitung „Österreich“ startete beispielsweise mit einem Frauenanteil von 30,4 %.

Die Medieneroberung der Frauen zieht sich durch fast alle Segmente. „Auch auf dem Gebiet der Zeitungsherausgeber haben wir heute in Österreich Frauen an der Spitze, was vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen wäre“, meint Hoffer.
Derzeit befinden sich 888 Frauen in Österreich in journalistischen Führungspositionen wie etwa Chefredaktion oder Chef vom Dienst. Im
Vergleich dazu bekleiden mit 2.067 Suchergebnissen im Journalistenindex
aber immer noch wesentlich mehr Männer eine derartige Funktion.

Der Journalistenindex listet in seinem Online-Auftritt alle aktuellen Neueinträge
auf. Unterteilt wird in 60 verschiedene Fachressorts. Sowohl in der Printausgabe als auch auf der Internetplattform gibt es Selektionsmöglichkeiten nach Anzeigenpreisen, Erscheinungsweisen sowie regionaler Verbreitung. Ergänzend dazu sind Mitglieder von 7 verschiedenen Journalistenverbänden, Auslandskorrespondenten, PR- und Eventagenturen und Mitglieder des Public Relations Verband Austria im Index vertreten. Die Printausgabe des Journalistenindex umfaßt 480 Seiten und ist für 162,80 E erhältlich. Der Zugang
für das Onlineportal kostet monatlich 59,60 E.

Aussender: pressetext.austria/Claudia Zettel, email: zettel@pressetext.com.
(obs10/2006)

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