Marketagent.com-Studie liefert Einblicke in die unbewusste Konsumentenwahrnehmung heimischer Tageszeitungen

29

Mai

2014

Im Rahmen einer aktuellen Marketagent.com-Studie wurden mehr als 2.000 Österreicher zwischen 14 und 69 befragt. Das Ergebnis: Die „Kronen Zeitung“ entspricht dem Archetypen des Patriarchen, „Österreich“ und „Heute“ besetzen einen Mischtyp aus Hofnarr und Verführerin und „Die Presse“ und „Der Standard“ repräsentieren den Weisen.

Marketagent.com hat im Rahmen einer aktuellen Studie rund 2.000 Personen zwischen 14 und 69 Jahren zum Thema österreichische Tageszeitungen befragt. Die Printblätter wurden hinsichtlich definierter Imagewerte untersucht und in einem Archetypen-Modell visualisiert. Archetypen sind Urbilder, die jeder in sich trägt. Diese sind Teil des Unbewussten und entstammen nicht der persönlichen Erfahrung, sondern können als gewaltiges Erbe der gesamten Menschheitsgeschichte gesehen werden.

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Ein interessanter Einblick in die bewusste Image-Bewertung der österreichischen Tagespresse wird im Zuge der Marketagent.com Studie „Tageszeitung Image Radar“ ebenso gewährt. Demnach sprechen die Österreicher den größten Einfluss auf die Meinungsbildung in der Bevölkerung der „Kronen Zeitung“ (Top-Box-Wert „stark meinungsbildend“: 35,9 Prozent) zu. Was die reißerische Aufmachung betrifft, sind sich die Befragten einig: die Tageszeitungen „Österreich“ (33,5 Prozent) und „Heute“ (27,6 Prozent) werden als „sehr reißerisch“ bewertet. In Bezug auf Kompetenz kann „Die Presse“ (Top-Box-Wert „sehr kompetent“: 59,9 Prozent) und „Der Standard“ (55,4 Prozent) die Leser überzeugen. Punkto Informationsgehalt geht diese Kategorie ebenfalls an „Der Standard“ (Top-Box-Wert „sehr informativ“: 61,4 Prozent), gefolgt von „Die Presse“ (56,1 Prozent).

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Untersucht man nun die österreichischen Tageszeitungen nach dem Archetypenmodell, so bestätigen sich eine Reihe von Vermutungen. Die „Kronen Zeitung“ wird beispielsweise überwiegend als Patriarch wahrgenommen. Der Patriarch, oft auch als ultimative Macht umschrieben, zielt auf absolute Kontrolle und auf ein gleichzeitig harmonisches und glückliches Umfeld. Er zeigt seine Führungsqualitäten sehr deutlich und will diese weiter ausbauen. Er sorgt damit für Stabilität und Ordnung, bestimmt im Zuge dessen aber auch die Spielregeln, an die es sich zu halten gilt, und übt insofern großen Einfluss auf die Gesellschaft und den Einzelnen aus.

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Die Tageszeitungen „Der Standard“ und „Die Presse“ werden laut der aktuellen Marketagent.com Studie überproportional häufig mit den Eigenschaften „klug“ und „überlegt“ beschrieben. Damit entsprechen diese Tageszeitungen dem Archetyp „der Weise“. Dieser ist in seinem Tun sehr bedacht und in den einzelnen Standpunkten unabhängig. Er ist ein „geistiger Charakter“, eine Autoritätsperson des Wissens und der Weisheit. Er repräsentiert Geist, Sinn und Weisheit. Er nutzt seine Intelligenz und seinen Verstand, um die Welt zu verstehen und die Wahrheit zu erkennen. Er gilt als klug und erfahren, gebildet und belesen, ruhig, aber auch nachdenklich.

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Die Tageszeitungen „Österreich“ und „Heute“ werden den Archetypen „der Hofnarr“ und „die Verführerin“ zugeordnet. Der Narr lebt im Hier und Jetzt und kostet den Moment voll aus. Er sucht das Witzige und Unterhaltsame in jeder Situation und verschafft mit seiner Art sich und seiner Umwelt eine gute Zeit. Die Verführerin hat eine starke emotionale Anziehungskraft, ist leidenschaftlich und sinnlich. Es ist schwer, ihren Reizen zu widerstehen. Sie ist sich ihrer Wirkung auf andere stark bewusst und setzt sie gezielt zur Beeinflussung ihres Umfeldes ein. Der Verführungskunst der Verführerin fallen viele zum Opfer.

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