Die Seitendominanz

Größe ist zwar wichtig, aber auch relativ. Somit kann ein 150 cm²-Artikel eine schmale Meldung auf einer großen Zeitungsseite sein, aber auch eine ganze Spalte in einem Magazin. Die Wirkung einer halben Seite bleibt vergleichbar, auch wenn die Seite doppelt so groß ist. Entscheidend ist die Relation des Artikels zur restlichen Seite. (siehe Fussnote)

Um diese Effekte sichtbar zu machen, errechnet der »OBSERVER« aus der Größe des Artikels in Relation zur Satzspiegel einen Dominanzwert, wobei 1 die ganze Seite ist. Ein mehrseitiger Artikel wird entsprechend seiner Seitenzahl bewertet. Ein halbseitiger Artikel hat einen D1 von 0,5.

Bestellen Sie den SDW – Seitendominanzwert einfach zu Ihrer Medienbeobachtung dazu.

Wenn Sie proAPQ erheben lassen, können Sie auch die Dominanz innerhalb eines Artikels als ADW – Artikeldominanzwert erheben lassen.

Fussnote: Man könnte natürlich einwenden, dass nicht eine einzelne Seite, sondern die Doppelseite der Bezugswert sein sollte. Nachdem allerdings nicht klar ist, wieviele Leser ihr Medium umbiegen, entschieden wir uns doch für die einzelne Seite (sprich den Satzspiegel) als Bezugsgröße. Die Frage nach der unterschiedlichen Bedeutung von rechten und linken Seiten ist ebenfalls ein oft diskutiertes Thema. Wir haben uns entschieden auch diese Frage nicht in den Seitendominanzwert einfließen zu lassen. Erstens wären Zeitungen und Magazine wohl unterschiedlich zu behandeln. Zweitens ist sich die Lehre nicht ganz einig über die Sinnhaftigkeit dieser Usance der Werbebranche, die rechte Seite als begehrenswerter zu sehen. Diese Faustregeln stimmen laut dem Readerscan von Carlo Imboden nicht, siehe dazu die Printakademie des VÖZ.