Laut Studie wird Meinungsbildung für Kaufzeitungen wichtiger

29

April

2010

Umfrage.Das Fachmedium „MEDIENMANAGER“ und das Marktforschungsinstitut Marketagent haben Print im digitalen Zeitalter untersucht.
Die Meinungsbildung wird in Tages-Kaufzeitungen in den kommenden zehn Jahren inhaltlich am stärksten an Bedeutung gewinnen. Das ergibt eine Umfrage des Fachmediums „MEDIENMANAGER“ (www.medienmanager.at) in Kooperation mit dem Online-Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com (www.marketagent.com) unter 320 Fachleuten aus Medien, Agenturen und Wirtschaft. Für Gratiszeitungen werden Spaß und Unterhaltung, für Magazine Spezialisierungen wichtiger. Gratiszeitungen sagt nur ein Viertel der Befragten (26 Prozent) eine Bedeutungszunahme der Meinungsbildung voraus. „Während die Zukunft der Tageszeitung vor allem in einer stark meinungsbildenden Rolle mit hohem Informationscharakter gesehen wird, müssen Magazine und Zeitschriften nach Meinung der Medienexperten mit hohem Spezialisierungsgrad und Themenkompetenz am Markt punkten“, fasst Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com die Ergebnisse zusammen.


Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com: „Während die Zukunft der Tageszeitung vor allem in einer stark meinungsbildenden Rolle mit hohem Informationscharakter gesehen wird, müssen Magazine und Zeitschriften nach Meinung der Medienexperten mit hohem Spezialisierungsgrad und Themenkompetenz am Markt punkten.“

Skepsis gegenüber Allheilmittel Apps

Impulsgeber für die Wandlung der Printmedien im digitalen Zeitalter sind aktuell kostenpflichtige Applikation für Smartphones und Social-Media-Plattformen. 77 Prozent der Umfrage-Teilnehmer glauben, dass auch österreichische Medienhäuser Apps künftig nutzen werden. „Umso interessanter, dass 58 Prozent hinsichtlich einer Umsatzsteigerung in Deutschland skeptisch sind, zumindest für die nächsten zwölf Monate“, bemerkt „MEDIENMANAGER“-Herausgeber Peter Morawetz. Die Nachfrage nach dem Print-Abo werde durch Apps nicht leiden, geben sich 59 Prozent optimistisch. Auch die Erlöschancen durch Social-Media-Plattformen schätzen die Umfrage-Teilnehmer generell positiv ein. Für medienferne Unternehmen wird jedoch mehr Potenzial gesehen als für Medienhäuser.

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