Journalisten sind laut Marketagent.com-Studie vermehrt verbalen Übergriffen ausgesetzt

25

Oktober

2016

370 Journalisten aus Österreich und Deutschland äußerten sich zumKritikverhalten ihrer Medienkonsumenten.

Zum mittlerweile neunten Mal präsentierte das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com seinen Journalisten-Barometer, der erneut den Publizisten und Meinungsmachern zu ihren Arbeitsbedingungen auf den Zahn fühlt. 370 Journalisten aus Österreich und Deutschland berichteten dieses Jahr über das Kritikverhalten ihrer Medienkonsumenten.

Ergebnis: Sowohl inhaltliche Kritik als auch verbale Übergriffe haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Die überwiegende Mehrheit der befragten Journalisten hat selbst bereits Erfahrungen mit Beschimpfungen oder Beleidigungen gemacht. 61 Prozent mussten Beschimpfungen des Mediums, für das sie arbeiten, einstecken, 57 Prozent Beleidigungen der eigenen Arbeit. Persönlich beleidigt wurden bereits 47 Prozent der interviewten Journalisten, 42 Prozent wurde angedroht, an höherer Stelle gegen sie zu intervenieren. Im Mittel erhalten die befragten Publizisten und Meinungsmacher eine Beleidung pro Monat. In Deutschland stammen im Schnitt 40 Prozent der verbalen Übergriffe von anonymen Usern, in Österreich ein Drittel (32 Prozent).

Nur die wenigsten Journalisten lassen untergriffige Reaktionen auf ihre Arbeit ganz kalt: Im Gegenteil, fast 6 von 10 Betroffenen stimmen diese nachdenklich (58 Prozent), gut die Hälfte sogar wütend (51 Prozent). Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Beschimpfungen und Drohungen vor allem den weiblichen Befragten besonders nahe gehen. So reagieren beispielsweise gut 2 von 5 Journalistinnen traurig (44 ), aber nur rund einer von drei männlichen Journalisten (35 Prozent).

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