Journalisten bevorzugen Kommunikation per E-Mail

29

April

2008

Studie über Rechercheverhalten von Journalisten. Unvollständige Kontaktdaten der Ansprechpartner für die Medien sowie unzureichendes Bildmaterial kennzeichnen nicht selten die Pressebereiche von Unternehmenswebsites.

Eine Studie über das Rechercheverhalten von Journalisten verdeutlicht unter anderem die Notwendigkeit von fakten- und serviceorientieren Online-Auftritten Die Münchner PR-Agentur Maisberger Whiteoaks hat das Rechercheverhalten von Journalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht und kommt nun zu dem Schluss, dass eine optimale Website die Kontaktdaten der Ansprechpartner, gutes Bildmaterial oder eine Bilddatenbank, ein Pressearchiv sowie Möglichkeiten zum Download von Informationen beinhalten sollte.

Ebenso wichtig sind den Journalisten die Übersichtlichkeit und die Aktualität von Websites. Bisher sind die Redaktionen im Durchschnitt jedoch nur mäßig zufrieden mit den von Unternehmen zur Verfügung gestellten Informationen. 45 Prozent der Befragten gaben gar an, „eher unzufrieden“ mit den virtuellen Pressematerialien der Unternehmen zu sein. Da es im Hinblick auf den Zeit- und Termindruck der Journalisten wichtig ist, Informationen innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen, müssen die Unternehmen ihre Online-Auftritte dahingehend anpassen. Für den Zugang zu gut aufbereiteten PR-Materialien sind immerhin zwei Drittel (62,1 Prozent) der Journalisten bereit, sich registrieren zu lassen.

Presseaussendungen via E-Mail

Im digitalen Zeitalter bevorzugt die Mehrheit der Redaktionen – nämlich über 80 Prozent – die Zusendung von Informationen per E-Mail. Nur knapp 10 Prozent wünschen weiterhin Informationen per Post oder Fax. Für ihre Recherche nehmen die Redakteure auch eine Vielzahl von Terminen und Veranstaltungen wahr. Die Mehrheit besucht dabei bis zu fünf Termine pro Monat, ein Drittel der Befragten im gleichen Zeitraum sogar sechs bis zehn Veranstaltungen. Dem persönlichen Gespräch schreiben Journalisten den größten Informationsgehalt zu. Interviews, Konferenzen und Kongresse bieten ebenfalls wertvolle Aussagen für die journalistische Arbeit. Für Pressekonferenzen können dies hingegen nur gut ein Viertel der befragten Redaktionen bestätigen. Interessant ist auch, dass die befragten Journalisten angaben, gerade mal ein Viertel der ihnen angeboteten Informationen von PR-Agenturen oder –Abteilungen in Anspruch nehmen – die restlichen 75 Prozent versanden einfach.

Notweniger Mehrwert

Bereits zum dritten Mal führte die Münchner PR-Agentur Maisberger Whiteoaks ihre Umfrage zum Rechercheverhalten von Journalisten durch. Befragt wurden rund 100 Fachjournalisten aus den Bereichen IT/Telekommunikation, Industrie, Logistik sowie Elektronik- und Personalmedien. „Unsere jährliche Trendumfrage zeigt, dass sich die Anforderungen an die Presse- und PR-Arbeit ändern. Um den Journalisten weiterhin einen Mehrwert zu bieten, müssen wir unsere Angebote kontinuierlich anpassen“, bestätigt Christian Kvech, Geschäftsführer von Maisberger Whiteoaks.
Maisberger Whiteoaks ist eine Kommunikationsberatung für High-Tech-Unternehmen und Dienstleister. Das Unternehmen wurde 1989 unter dem Namen Maisberger & Partner gegründet. Es betreut Kunden aus IT, Telekommunikation, Industrie, Biotech, Finanzdienstleistung sowie HR / Weiterbildung. Die Agentur belegt Platz 4 der IT PR-Agenturen in Deutschland. Der Jahresumsatz 2007 lag mit 35 Mitarbeitern bei 3,5 Millionen Euro. Das internationale PR-Netzwerk Whiteoaks mit Partneragenturen in Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien und den USA rief man 1999 ins Leben.

Weitere Infos: www.maisberger.de

 

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