Jeder Mensch, der ein Werk schafft, ist sein Urheber – und das auch im legalen Sinne. Seine Rechte schützt das Urheberrecht und bindet die weitere Nutzung der Werke an bestimmte Vorgangsweisen.

Die Vielzahl der Urheber und die Vielfalt der Nutzungen in der modernen Kommunikationskultur des 21. Jahrhunderts stellt die Beachtung und Abwicklung der Rechte vor eine große Herausforderung.

Es gibt Urheber, die eine Bearbeitung erlauben oder sogar wünschen und dann das bearbeitete Werk auch selbst wieder nutzen wollen (der Fall PR-Text wird von einem Journalisten verändert).

Es gibt zahlreiche Nutzer, die ohne wirtschaftlichen Hintergrund Werke neu kombinieren und mit eigenen Werken verbinden (User generated content oder Blogger).

Es gibt den Wert der intelligenten Verknüpfung von bestehenden Werken, die mehr Interesse hervorrufen, als die Werke selbst. (Google und andere Suchmaschinen).

In dieser komplexen Situation mit vielen offenen Fragen und ungeklärten Problemen, haben sich die Medienbeobachter und der Verband Österreichischer Zeitungen um eine Lösung der täglich auftretenden Rechtsfragen bemüht und das PDN-Lizenzsystem ins Leben gerufen. Dieses löst zwar nicht alle Probleme, aber es sichert die Nutzer von Artikeln zu einem großen Teil ab.

Mit einem PDN-Vertrag kann jeder »OBSERVER« Kunde die größtmögliche Rechtssicherheit für seine Nutzungen von Artikeln herstellen.

Welche Nutzungen sind frei?

Die Freie Werknutzung des § 42a UrhG gilt für die Nutzung von einzelnen Vervielfältigungsstücken (Kopien) auf Papier und ähnlichen Trägern (physischen Untergründen).

Die Anzahl der Vervielfältigungen ist nicht in einer Stückzahl definiert. Eine weitere Einschränkung ist die Veröffentlichung und Verbreitung der Kopien, die jedenfalls nicht ohne Lizensierung gestattet ist.

Wofür benötige ich eine Lizenz?

Für jede elektronische Nutzung, also für jede Datei. Damit ist der Versand per Email an eine Lizenz gebunden. Der Versand per Fax ist davon nicht betroffen, weil am Ende wieder Papier herauskommt.

Die Integration eines Clippings auf einer Website kommt einer Veröffentlichung gleich und ist ebenso lizenzpflichtig.

Der PDN-Vertrag

Mit dem Abschluss eines PDN-Vertrages im Rahmen der Medienbeobachtung erhalten Sie die Lizenzen für die gewählte Nutzungsart bequem auf Ihrer Medienbeobachtungsrechnung ausgewiesen. Es entfällt jede weitere Administration.

Die Medien

Vertragspartner des PDN-Vertrages sind die meisten großen Medien in Österreich. Jedoch nicht alle Medien haben ein Interesse an einer Beschränkung der Nutzung ihrer Artikel und an einer Lizensierung.

Mit dem Abschluss des PDN-Vertrages erwirbt man nur die Rechte an Artikeln aus den bestimmten Medien, die diese Möglichkeit anbieten.

Die Tarife 2017

Folgende Nutzungsarten und Tarife sind aktuell:

  • 0,45 € pro Artikel für zehn User
  • 0,65 € pro Artikel für 11 bis 25 User
  • 1,30 € pro Artikel für 26 bis 100 User

Die Abrechnung erfolgt nach der tatsächlichen Nutzung von PDN-Medien und nicht mehr nach einem pauschalierten Schnitt von 35 % des Gesamtclipvolumens. Daraus können sich deutliche Schwankungen in der PDN-Lizenz ergeben, die von der Herkunft der Medienresonanz in dem jeweiligen Monat beeinflusst werden. Der Anteil an PDN-Medien an der jeweiligen Medienresonanz unterliegt natürlichen Schwankungen und damit auch die Anzahl der verrechneten Stück PDN-Lizenz.

PDN-Tarifblatt des VÖZ