„Ich will den Menschen ihre Stadt näherbringen.“

26

Februar

2011

Nicola Schwendinger übernahm mit Jänner 2011 die Chefredaktion des im Echo Medienhaus erscheinenden Magazins “Wien live”. Die 31-jährige hatte zuvor gemeinsam mit Thomas Landgraf die Chefredaktion des “Wiener Bezirksblattes” inne. Die gebürtige Vorarlbergerin soll das Magazin als “exklusives Stadtmagazin rund um die Themenbereiche Lifestyle, Luxus, Mode, Design, Kultur und Stadtleben positionieren”.

1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Den Menschen ihre Stadt näher zu bringen.

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Die Grenze zwischen Arbeit und Privat verschwimmt fast vollständig

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?

siehe 1.

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Wenig interessant sind zu spezielle Inhalte. Wobei fast alles prinzipiell interessant sein kann – es kommt darauf an, wie die Inhalte vermittelt werden.

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

E-Mail

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Nicht montags

7. Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Wenn es einzig und alleine darum geht, ob man zur PK kommt. Und am besten dann noch die Nachfrage: Vielleicht jemand anderer aus der Redaktion? (Woher soll man das wissen?)

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Immer dann, wenn hirnlos gearbeitet wird, z.B. Pressefotos, die viel zu klein für den Druck sind, ellenlange Texte, Massenabfertigung. Oder eher der Versuch einer Massenanwerbung.

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Immer dann, wenn man merkt, der- oder diejenige hat sich etwas überlegt und hat vielleicht sogar eine Idee, warum das Thema zum jeweiligen Medium passt.

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Siehe 9.

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Service.

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei „Wien live“ charakterisieren?

Die Positionierung als Stadtmagazin mit Leben erfüllen.

13. Wofür steht der „Wien live“ in wenigen Worten und was macht es als Medium unverwechselbar?

Wofür es steht: Begleiter im Urbanorama Wiens. Was es unverwechselbar macht: Die Kombination aus Hochglanz und Stadtthemen. Die ist unbestreitbar einzigartig in Wien.

14. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Modedesignerin (WENN ich zeichnen und/oder schneidern könnte – bin handwerklich leider völlig unbegabt 😉

Ad personam

Beruflicher Werdegang: Abgebrochenes Jus Studium, abgeschlossene Werbeakademie Wien, Texterin bei Ogilvy & Mather, Intermezzi im Marketing und einer Fotografen-Ausbildung, Einstieg in den Journalismus 2003 im Echo Medienhaus/VWZ-Verlag, freie Tätigkeit für „Freizeit-Kurier“, „liga“, „City“, „The Gap“ und „das biber“. Seit Herbst 2007 Chefredaktion des „Wiener Bezirksblatt“, mit 2011 Wechsel zu „Wien live“.

Geburtsdatum: 11. März 1979

Hobbys: Hab ich im klassischen Sinne nicht. Was ich privat mache, hat zumindest indirekt immer wieder mit dem Job zu tun (große Liebe für Fashionblogs beispielsweise …)

Lieblingsort in Österreich:  Neusiedler See, später Nachmittag

Lieblingsort weltweit:  Auf einem Plastikhocker in einem Straßenlokal Bangkoks

Lieblingsautor: momentan Bret Easton Ellis, prinzipiell habe ich’s in der Literatur mit den Amis

Lieblingsgetränk: Champagner

Lieblingsessen: Thai Green Curry

Kontakt: nicola.schwendinger@echo.at

Nicola Schwendinger ist neue Chefredakteurin von „Wien live“ und wäre eigentlich gern Modedesignerin geworden.

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