Halb Europa ist laut ING-DiBa-Studie täglich auf Facebook

15

Juli

2014

Die Facebook-Affinität ist in Österreich im Europavergleich
 allerdings unterdurchschnittlich ausgeprägt.

Laut ING International
 Study IIS sind 55 Prozent aller befragten Europäer zumindest 
einmal täglich im Social Network Facebook unterwegs, 23 Prozent gelegentlich und 22 Prozent nie. Die Facebook-Affinität ist in Österreich im Europavergleich
allerdings unterdurchschnittlich ausgeprägt. Nur 43 Prozent der Österreicher
 sind Tag für Tag auf Facebook – gleich viele wie in Polen. Weniger
 sind es lediglich in Deutschland (42 Prozent). Die meisten Nutzer hat
 Facebook in der Türkei, wo sich ganze 79 Prozent mindestens einmal täglich 
einloggen. Damit ist Facebook die unschlagbare Nr. 1 im 
Social Media-Bereich. Nur 22 Prozent der Europäer sind nie auf Facebook. In Österreich nutzen 28 Prozent das soziale Netzwerk nie. Bei Twitter ist die
 Zahl der Nicht-Nutzer um ein Vielfaches höher: Dort steigen ganze 82 Prozent
der Österreicher eigenen Angaben zufolge nie ein.

Vorarlberger sind die emsigsten Facebook-User

Ganze 57 Prozent der Vorarlberger nutzen das Netzwerk täglich. Dahinter 
folgt auf der Rangliste gleich das zweite kleine Bundesland, das
 Burgenland mit 53 Prozent Facebook-Nutzern. Das geringste Interesse am
 Socializen via Facebook scheinen die Oberösterreicher zu haben, wo 
nur 36 Prozent täglich einsteigen. Die meisten Facebook-User sind naturgemäß in den jüngeren 
Altersgruppen zu finden. Ganze 75 Prozent der unter 24-Jährigen nutzen es 
täglich, nur 6 Prozent dieser Gruppe steigen nie ein.

Erwartungen an Banken eingeschränkt

Die Erwartungen an Social Media-Aktivitäten der Banken sind in 
Österreich nicht sehr ausgeprägt. So gaben nur 30 Prozent an, sich Produktangebote via Social Media zu 
wünschen und gar nur 15 Prozent wünschten sich Bezahlmöglichkeiten ebendort.
 Besser angenommen würden Informationen über das Unternehmen bzw.
 dessen Engagement für die Gesellschaft (das wünschten sich 47 Prozent der 
Befragten) sowie Spartipps – von 45 Prozent der Befragten gewünscht. „Social Media als Informationsquelle aber auch als
 vertrauensbildendes Tool ist in der Finanzwelt jedenfalls noch 
ausbaufähig“, konstatiert Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank 
Austria. So würden sich der Umfrage zufolge nur 4 Prozent der Österreicher
 via Social Media informieren, wenn es um ein neues Konto oder um
 einen Kredit geht. „Wir haben unsere Social Media-Aktivitäten dahin gehend auch 
ausgerichtet: wir können mit den sozialen Netzwerken einen weiteren 
Kommunikationskanal rund um die Uhr bedienen und legen unsere
 Schwerpunkte auf Edutainment in Finanzsachen und Employer
 Branding“, so Huisman.

Die Umfragedaten sind Teil der ING International Survey (IIS), einer 
Studienserie, die im Auftrag der ING Group regelmäßig verschiedene 
Aspekte rund um die Themen „Umgang mit und Wissen über Geld“
 beleuchtet.

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Für die Umfrage wurden vom Institut Ipsos online in 13 
Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien,
 Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, 
Tschechien) knapp 13.000 Personen ab 18 Jahren befragt.

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