02

August

2010

Jochen Rindt starb von 40 Jahren in Monza.Jochen Rindt hat mit seinem Charisma und seinem Fahrstil neue Bevölkerungsgruppen für den damals sich gerade professionalisierenden Rennsport der Formel 1 begeistern können. Nicht nur in Österreich.


Schon seine Jugendtage waren von kompromisloser Begeisterung fürs Autofahren geprägt. Der in Mainz geborene Rindt wuchs in der Steiermark, genauer gesagt im Ennstal, wo er ins Internet ging. Dort war er jedoch öfters nicht anzutreffen, dafür war er schon damals in der ganzen Gegend bekannt, wie ein bunter Hund. Viele Geschichten rankten sich um den Jungen, der mit dem Auto über die damals noch schwach befahrenen Straßen des Enntales neue Bestzeiten aufstellte. Es war die wilde Zeit, die vielen jungen Burschen das Leben kostete, aber schon damals schien er anders zu sein, als die anderen. Ihn kannten auch alle Lehrer am nahen Gymnasium Stainach und erzählten sich wundersame Geschichten, die sich mit seiner plötzlichen Bekanntheit zu einem stimmigen Bild fügten.

Jochen Rindt, der junge Österreicher mit den markanten Gesichtszügen, ist in den 1960er Jahren eine der schillerndsten Figuren im Rennzirkus der Formel 1. Seine Erfolge, sein Talent und sein Charisma zeichnen den unerschrockenen Piloten aus.

Am 5. September 1970 (daran erinnert auch die Modemarke Jochen70) stirbt der damals 28-jährige beim Training zum Großen Preis von Italien in Monza. Nach einer Serie von Siegen bei Rennen in Holland, Frankreich, England und Deutschland liegt Rindt in der WM-Wertung bereits unangefochten an der Spitze, ehe sich der tragische Unfall ereignet. So wird Jochen Rindt der bis heute einzige posthume Weltmeister in der Königsklasse des Motorsports und zur ewigen Legende.

Die Leistungen, der Mut und das fahrerische Können von Jochen Rindt sind bis heute Vorbild für viele Nachwuchsfahrer.

40 Jahre nach den tödlichen Ereignissen von Monza gelingt Autor Herbert Völker ein einfühlsames Portrait dieses James Dean des Motorsports. Das Vorwort schrieb Wegbegleiter Jackie Stewart. Ausgewählte Fotos, zum Teil aus dem Privatarchiv von Ehefrau Nina Rindt, nehmen den Betrachter mit auf eine Zeitreise in die Rennsportwelt der 60er Jahre.

Ab 3.9. zeigt auch die Galerie Westlicht, die gerade mit dem Nachlass von Photo Simonis historisch wertvolle Bilder zeigt, bis 26.9. Bilder von Jochen Rindt.

Das vorliegende Werk ist eine besondere und sehr emotionale Würdigung des Mythos Jochen Rindt, dessen persönliche Erfolgsstory tragisch und viel zu früh endete.

Ferdi Kräling: Jochen Rindt, Delius Klasing Verlag 2010, 152 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 29,90 Euro.
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