Facebook und Twitter fördern das Echtzeit-Internet

27

Mai

2009

Unabhängig(er).In der angesehenen „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ fand sich kürzlich ein Beitrag, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Fazit des Beitrags: Dank Facebook, Twitter und Co wird die Allmacht von Google als Dirigent des Informationsflusses ein wenig einschränkt.
Aus einem eher statischen Netz mit großen Anlaufstellen wie Google oder Yahoo entwickelt sich das Internet zu einem Echtzeitmedium – wie Holger Schmidt in der Rubrik Netzwerkökonom in der angesehenen „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verdeutlicht (faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/05/19/facebook-und-twitter-graben-google-news-das-wasser-ab.aspx). Angetrieben werde das Echtzeit-Internet – so Schmidt in der FAZ – von den mehr als 200 Millionen Internetnutzern auf Diensten wie Twitter, Facebook oder Friendfeed. Diese Dienst verbreiten Informatione so schnel, dass sogar Google nicht mehr mitkommt. Denn dessen Alghorithmus ist bisher nicht schnell genug, um die Informationen im Echtzeitinternet auch in Echtzeit zu finden. Neue Techniken wie Adobe Air lassen die Informationen automatisch über den Bildschirm der Nutzer fließen – manuelle Aktualisierungen der Internetseiten sind nicht mehr nötig, was das Tempo der Informationsverbreitung stark erhöht. Viele Medienseiten oder Blogs, deren Inhalte schon bevorzugt mit Hilfe dieser Nachrichtenströme verbreitet werden, bekommen Zugriffe auf ihre Inhalte immer häufiger von Twitter oder Facebook und immer seltener von Google (News). Große Aggregatoren leiden zunehmend darunter , dass die Informationsströme an ihnen vorbeifließen.
Das Marktforschungsunternehmen Hitwise hat nun für Großbritannien ermittelt, wie sich der Downstream-Traffic auf die Medienwebsites gerade verändert: Seitdem die Nutzerzahlen auf Twitter stark steigen, steigt auch der Traffic, den die Medienseiten von Twitter zugeführt bekommen, stetig an. Knapp 10 Prozent des Downstream-Traffics von Twitter landete im Februar 2009auf Medienseiten. Twitter gewinnt zwar stark an Bedeutung als Trafficquelle, bringt aber weniger als ein Zehntel des Traffics, den Facebook in Großbritannien den Homepages der Medienseiten zuführt. Verlierer sind Google News und Co, die an Bedeutung verlieren. Schmidt Fazit: Eine konsequente Nutzung der Web 2.0 Instrumente mindert also die Abhängigkeit der Medienseiten von Google.

http://www.youtube.com/watch?v=x3qvJgY9XQI
Video mit Schaf

http://www.youtube.com/watch?v=tTN9We8unmU&feature=fvst

Real life Twitter

http://www.youtube.com/watch?v=b5Ff2X_3P_4

Cartoon

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