Einmal nachrufen genügt vollkommen!

27

April

2015

Hans Weitmayr ist Chefredakteur der Österreich-Ausgabe des erfolgreichen US-Wirtschaftstitels „Forbes“. PR-Verantwortliche in Unternehmen und Agenturen mag er nur dann, wenn sie „nicht zu pushy“ werden.

 

1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Genau das: Die Abwechslung. Jeden Tag ist ein neues Thema auf dem Tisch. Wer sich im Journalismus langweilt, ist selbst schuld …

 

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Das Stress-Niveau ist extrem hoch. Vergangenes zählt nicht. Ist eine Produktion abgeschlossen, steuert man schon mit vollem Tempo auf die nächste Deadline zu.

 

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an? 

Ständig Neues zu erfahren, neue, interessante Menschen kennenzulernen, neue, interessante Geschichten zu erzählen.

 

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Nachdem „Forbes Austria“ ein breites Themenspektrum aufweist, interessiert mich eigentlich fast alles. Persönlich interessiert mich der Society-Bereich am wenigsten.

 

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

Per E-Mail.

 

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Die letzten beiden Wochen des Monats sind wir in Produktion. Die allerletzte Woche im Monat nehme ich prinzipiell keine Termine mehr waht.

 

7. Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Wenn sie zu pushy werden. Einmal nachrufen genügt vollkommen.

 

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Ja, natürlich. Wenn Interventionen am Journalisten vorbei direkt in die Chefetage erfolgen.

 

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Zuletzt bei der Telekom Austria. Sehr proaktiv, professionell, gutes Gespür für journalistische Bedürfnisse. Die Agentur Loebell Nordberg ist ebenfalls sehr gut, hat ein extrem hohes journalistische Verständnis.

 

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Dass ein Thema in der Aufbereitung auf den Punkt gebracht wird und Verständnis für publizistische Timing und die Themenfindung besteht.

 

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Aktualität, Zielgruppe, Aufbereitung.

 

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei „Forbes“ charakterisieren?

Leiten und Schreiben.

 

13. Wofür steht „Forbes“ in wenigen Worten und was macht sie als Medium unverwechselbar?

Forbes Austria“ ist das einzige österreichische Wirtschaftsmagazin mit originären/exklusiven Reportagen aus Österreich und der ganzen Welt, da wir auf das Korrespondennetzwerk der Forbes-Konzerns zurückgreifen können. Dazu kommt die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Unabhängigkeit und ein striktes „Nein“ zur Vermengung von Corporate-Publishing und redaktionellen Inhalten.

 

14. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Astronaut.

 

 

Ad personam

Beruflicher Werdegang: „Webcontent“, „Wirtschaftsblatt“, freiberuflich für „Euro“ & „Euro am Sonntag“ (Deutschland), „Citywire“ (UK), wirtschaftsblatt.at, „Format“, „Der Börsianer“ und andere, kleinere Publikationen

Geburtsdatum: 10.August 1971

Hobbys: Reisen, Lesen, Strategiespiele

Lieblingsort in Österreich: Wien

Lieblingsort weltweit: Barcelona

Lieblingsautor: Cormac McCarthy

Lieblingsgetränk: alkoholisch – derzeit Grüner Veltliner; nicht-alkoholisch – Holundersaft gespritzt

Lieblingsessen: Steak rare

Lieblingsfilm: „Casablanca

Lieblingsschauspieler: Humphrey Bogart

Forbes gibt Start von Forbes Austria fŸr April 2015 bekannt

Was Hans Weitmayr, Chefredakteur der Österreich-Ausgabe des erfolgreichen US-Wirtschaftstitels „Forbes“, gar nicht mag: „Wenn Interventionen am Journalisten vorbei direkt in die Chefetage erfolgen.“

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