»OBSERVER« durchforstet ab sofort auch die in Bratislava erscheinende Pressburger Zeitung

29

November

2013

Rund 2.350 österreichische Printmedien durchsuchen die Lektoren des »OBSERVER« nach bestimmten Suchbegriffen und Themen. Die Liste verändert sich beinahe täglich. Die „Pressburger Zeitung“ ist ein interessanter Neuzugang.

Die Masse an Zeitungen und Magazinen, die täglich vom »OBSERVER«-Lektorat durchforstet wird, ist beträchtlich. Von Bezirksjournalen über Special-Interest Magazine bis zu den namhaften Tageszeitungen bleibt nichts ungelesen. Seit kurzem neu auf der Liste ist die „Pressburger Zeitung“. Ein Magazin, das eine mediale Brücke zwischen den „Twin Cities“ Bratislava und Wien schlägt und diese Region mit grenzübergreifender Berichterstattung noch näher zusammenführt. Die zweimonatlich erscheinende „Pressburger Zeitung“ versteht sich heute als Magazin mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Politik, Kultur und Tourismus. Sie fungiert als Informationsdrehscheibe und Mittlerin für deutschsprachige Bewohner der Slowakei und alle Menschen im deutschen Sprachraum. Die deutschsprachigen Artikel im Magazin sind mit slowakischen Kurzfassungen ergänzt.

Die Wurzeln des in der Form noch jungen Magazins reichen weit zurück: Im Jahr 1764 als deutschsprachige Tageszeitung gegründet, erschien die „Pressburger Zeitung“ durchgehend bis 1929. Vor rund zehn Jahren – im Jahr 2004 – wurde die Zeitung vom Medienprofi Stephan Wolf wiederbelebt und startete als Magazin mit zusätzlichem Online-Auftritt neu durch.

Seit dem Frühsommer 2013 leitet der Wiener Christoph Mandl als Chefredakteur die Geschicke der „Pressburger Zeitung“. »OBSERVER« hat dem Journalisten und Kommunikationsprofi mit einigen Fragen auf den Zahn gefühlt.

»OBSERVER«: Wie ist es dazu gekommen, dass Sie Chefredakteur der „Pressburger Zeitung“ geworden sind?

Christoph Mandl: Journalistisches Interesse hat mich schon 2004 in die Slowakei geführt, dort war ich Mitbegründer und Mitherausgeber des „Twin City Journal“. 2007 lud mich die „Pressburger Zeitung“ zur Mitarbeit ein. Die neuen Herausgeber Axel Albrecht und Sven Rossbach boten mir heuer im Frühsommer an, das Blatt zu leiten.

»OBSERVER«:Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Arbeit beziehungsweise für die „Pressburger Zeitung“ gesteckt?

Christoph Mandl: Die Auflage von derzeit 5.000 langsam, aber stets, zu steigern. Das Erscheinungsintervall verdichten – unsere 1764 gegründete „Pressburger Zeitung“ erschien in der besten Zeit als Tageszeitung mit Morgen- und Abendausgabe. Dem kommen wir schon mit PZ-Online sehr entgegen.

»OBSERVER«:Die Zeitung hat es ja bis 1929 schon einmal gegeben. Wie ist es zur Neuauflage als Magazin im Jahr 2004 gekommen?

Christoph Mandl: Der karpatendeutsche Verlagsfachmann Stephan Wolf kehrte nach einer Karriere mit den Erfolgsmagazinen „Twen“, „Capital“ und anderen aus Deutschland in seine Heimat zurück. Als Schulkollege des legendären letzten Chefredakteurs der PZ 1929, Emil Portisch, war es ihm ein Anliegen, die Zeitung, als Alterswerk sozusagen, wieder zu beleben.

»OBSERVER«: Was soll der Leser konkret vom Lesen der „Pressburger Zeitung“ haben bzw. davon mitnehmen?

Christoph Mandl: Die veränderte Welt seit 1989, die riesigen wirtschaftlichen, kulturellen Chancen, die der nun offene Raum zur Slowakei bietet.

»OBSERVER«: Welche Leserschaft sprechen Sie an oder wollen Sie vielleicht noch verstärkt ansprechen?

Christoph Mandl: Opinion Leaders aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie, fundiert interessierte Touristen. Im neueren Focus: BewohnerInnen im Twin-City-Raum, StudentInnen, Sprachinteressierte.

»OBSERVER«: In welchen Bereichen möchten Sie in naher Zukunft redaktionell Schwerpunkte setzen?

Christoph Mandl: 2014 gibt es eine ganze Reihe Jubiläen – intern wie extern: zehn Jahre Slowakei bei der EU, fünf Jahre Euro in der Slowakei. Aber natürlich auch 250 Jahre „Pressburger Zeitung“ und zehn Jahre seit der Neugründung.
Inhaltliche Schwerpunkte neben den Jubiläen: Firmen, die als „Grenzgänger“ zwischen der Slowakei und Österreich oder Deutschland Erfolge hatten, haben, oder haben werden. Moderne Kommunikation. Das hohe Intelligenz- und Kreativitätspotenzial der Slowaken.

 

PressburgerZeitung

 „Pressburger Zeitung“-Chefredakteur Christoph Mandl (re.) und  „Pressburger Zeitung“-Mitherausgeber Sven Rossbach. (Credit: Pressburger Zeitung/Vavro)

 

Fakten Pressburger Zeitung
Erscheinungsweise: zweimonatlich
Erscheinungsort: Bratislava
Auflage: 5.000 Exemplare
Herausgegeber: Axel Albrech und Sven Rossbach, Europäische Medienunion s.r.o.
Chefredakteur: Christoph Mandl
www.pressburger.eu

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