Der in diesem Jahr ausgeschiedene Vorstandsvorsitzende der Styria, DDr. Horst Pirker, wurde in der Steiermark zum Kommunikator des Jahres gewählt. Die Verleihung der Auszeichnung wurde im Rahmen des steirischen PR-Panthers in der Aula der FH Joanneum in Graz vorgenommen. Als Keynote zur Wahl stellte Mag. Florian Laszlo eine neuartige Medienresonanzanalyse über Horst Pirker vor.

Semantische Systeme werden seit langer Zeit entwickelt und sind schon seit mehreren Jahren ein neuer Trend, der es noch etwas zum Durchbruch braucht. Bis jetzt waren die Ergebnisse solcher Analysen vor allem auf Deutsch noch wenig aussagekräftig. Beim »OBSERVER« konnte für die deutsche Sprache ein neuer Ansatz weiterentwickelt werden, der nun in einer Betaphase befindet. So war die Anfrage nach einer rückwirkenden Medienresonanzanalyse für Horst Pirker eine perfekte Gelegenheit die Technik einmal an einem bestimmten Fall auszutesten.

Professionelle Medienbeobachtung ist immer ein laufender Prozess der Begleitung für eine Person oder ein Unternehmen. Sämtliche Analysen entwickeln ihre optimale Aussagekraft nur auf Basis der relevanten und vollständigen Grundmenge an Clippings. Das gilt auch für jede semantische Analyse. In manchen Fällen erfährt man vom Analysebedarf erst im Nachhinein und somit muss eine rückwirkende Beobachtung gemacht werden, für die sich das Internet anbietet. Die automatisierte semantische Analyse macht die zeiteffiziente Analyse einer so großen Menge an Artikeln – in diesem Fall mehr als 14.000 im Jahr 2010 – erst möglich.

Das mediale Abbild, das von Horst Pirker so aufgezeichnet werden konnte, floss auch in die Bewertung der Jury für den Kommunikator des Jahres ein. Martin Nowak, Berufsgruppensprecher der PR-BeraterInnen in der Wirtschaftskammer Steiermark und Andrea Pavlovec-Meixner, Fachverbandsobfrau-Stv.in Werbung und Marktkommunikation, haben den PR Panther und die Verleihung des Kommunikators organisiert.

Die Bestätigung von den naheliegenden Einschätzungen des medialen Bildes, das Horst Pirker im letzten Jahr hinterlassen hat, sind auch ein wesentliches Ergebnis einer Medienresonanzanalyse. Jegliches Analyseergebnis, das gänzlich der Lebenserfahrung widerspricht, ist zweifelhaft. Es sind eher die Details, die den großen Aufschluss bieten.

Kommunikator des Jahres DDr. Horst Pirker
ganz links: Florian Laszlo – »OBSERVER«, Gerald Heschl, Martin Nowak, Horst Pirker und Landesrat Christian Buchmann

Horst Pirker ist ein Medienmensch von hoher Bedeutung, kommt doch ein Drittel der Artikel aus dem Medienressort und ein Drittel aus der Innenpolitik, das Ressort Betriebswirtschaft steht nur über 17 % der Artikel.

Die Institutionen sind vor allem die Styria Medien Group, der VÖZ und die WAN-IFRA,. Erst dann kommen die Marktbegleiter und die Politik.

Die Personen, mit denen er verknüpft ist, kommen in erster Linie aus der Styria-Gruppe und sind die wesentlicher Player der Mitbewerber, mit denen Pirker auch im VÖZ verbunden ist. In der Politik geht es vom Bundeskanzler abwärts.

Die Wortanalyse sieht ihn als Powerbroker enthalten mehr als 90 % der Artikel das Wort „Medien“ und „Chef/Vorstand/Präsident“. Mehr als 70 % sind unternehmens- und wirtschaftsorientiert. Mehr als 50 % stehen aber für Zukunft und Ergebnis.

Erst in der Regional-Analyse ist klar, dass Pirker verdientermaßen Kommunikator des Jahres in der Steiermark wurde, denn in 20 % seiner Artikel sind auch Graz und Grazer erwähnt, in 17 % die Steiermark. Die Süderweiterung der Steiermark ist klar vor allen anderen Regionen und so sind stattliche 11 % mit Kroatien und 6 % mit Slowenien verbunden. Kärnten steht mit 10 % auch im Focus. Während Wien auf keine nennenswerten Zahlen kommt, ist Österreich für einen international repräsentierenden Manager mit 40 % sehr hoch.

Sie können die Präsentation auf prezi.com abrufen. Wir informieren Sie gerne über die weiteren Entwicklungen der semantischen Analyse, die im nächsten Jahr einsetzbar sein wird.

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