Der regelmäßige Kontakt, ohne aufdringlich zu werden

31

Mai

2012

Thomas Schweighofer ist Chefredakteur des jüngst wiederauferstandenen Printtitels „Happy Tennis“, der einst von Lance Lumsden gegründet wurde.

1. Journalisten sind in der privilegierten Position, einen abwechslungsreichen Job auszuüben: Was gefällt Ihnen noch an Ihrem Beruf?

Das Reisen, das Schreiben, das Recherchieren neuer Themenfelder, die persönlichen Gespräche… Der Abwechslungsreichtum ist einfach das Killerargument für unseren Job.

2. Wo viel Licht ist, ist meist auch viel Schatten: Was sind die Schattenseiten des Journalistenberufs?

Der wirtschaftliche Druck, der Zeitdruck und die Zwänge, die durch Besitzverhältnisse eines Mediums entstehen können.

3. Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?

Der Wunsch, Neues zu entdecken – entweder Themen oder Persönlichkeiten. Und die Hoffnung, die Begeisterung für ein Thema so professionell zu vermitteln, dass man beim Leser Interesse nach mehr weckt.

4. Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, welche Themenfelder interessieren Sie da besonders und welche interessieren Sie überhaupt nicht?

Sportbezogene Themen interessieren natürlich, aber nicht alles passt immer ins Heft. Themen, die so gar nichts mit uns zu tun haben, kosten nur Zeit (unabhängig vom persönlichen Interesse an bestimmten Themen).

5. Wie werden Sie im Berufsalltag am liebsten mit PR-Aussendungen, Informationen und Einladungen versorgt?

Zeitgerecht (nicht zu früh und nicht zu spät).

6. An welchem Wochentag und zu welcher Tageszeit sind Sie in Ihrem Job am ehesten ansprechbar und wann sollte man Sie besser nicht kontaktieren?

Am besten nicht kurz vor Büroschluss und einem schon lange geplanten romantischen Dinner mit meiner Frau und nicht in der hektischen Phase zu Redaktionsschluss. Ansprechbar bin ich ansonsten gut in der Zeit dazwischen.

7. Was können Sie in Zusammenhang mit PR-Agenturen gar nicht leiden?

Mangelhafte Presseaussendungen, die dazu führen, nachfragen zu müssen – zum Beispiel wer auf dem Foto abgebildet ist, wie die Bildrechte liegen, zu „kreative Sätze“, die den Inhalt verschleiern, …

8. Können Sie sich an einen Fall erinnern, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder PR-Stelle geärgert haben?

Eigentlich nicht. Jeder versucht seinen Job auf die bestmögliche Art zu machen, unter den bestehenden Umständen.

9. Erinnern Sie sich auch an einen Fall, wo Sie sich ganz besonders über eine PR-Agentur oder eine PR-Stelle gefreut haben?

Ich freue mich, wenn man bei Veranstaltungen mit einem ehrlich freundlichen Gesicht begrüßt wird und man im gegenseitigen Kontakt das Gefühl bekommt, dass sich jemand um einen kümmert.

10. Was zeichnet für Sie eine gute PR-Agentur oder einen guten PR-Berater aus?

Der regelmäßige Kontakt, ohne aufdringlich zu werden.

11. Worauf sollten PR-Agenturen Ihrer Ansicht nach ihr Hauptaugenmerk in Sachen Medienarbeit legen?

Interessante Geschichten, statt nur Blabla um der Aussendung willen.

12. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei „Happy Tennis“ charakterisieren?

Als Koordinator im Zusammenspiel der redaktionellen Tätigkeiten und Produktion des Heftes.

13. Wofür steht „Happy Tennis“ in wenigen Worten und was macht es als Medium unverwechselbar?

Sport ist aktiv, sexy, spannend und happy. Dieses Lebensgefühl möchten wir aufnehmen. Den „Vibe“ des im Vorjahr leider verstorbenen ehemaligen Gründers Lance Lumsden soll man noch spüren können.

14. Wenn Sie nicht Journalist wären, welchen Beruf würden Sie dann gerne ausüben?

Tischler oder Milliardär, je nachdem, was sich ergibt.

Ad personam

Beruflicher Werdegang: Beginnend mit meinem Publizistik- und Politikwissenschaftstudium habe ich als Freiberuflicher gearbeitet („Kleine Zeitung“, „Niederösterreichische Nachrichten“, Verlag Göllner & Leitner, „Happy Tennis“-Magazin etc.), in der ÖAMTC-Pressestelle in die PR-Welt hinein geschnuppert und bin seit 2008 Chefredakteur bei „Happy Tennis“

Geburtsdatum: 30. Dezember 1976

Hobbys: Fotografie, Handwerken, Fußball, Lesen, Filme

Lieblingsort in Österreich: Lieblingsorte sind meine alte Heimat Mariazell und meine neue Heimat das Weinviertel

Lieblingsort weltweit: Ich habe keinen spezielle Lieblingsdestination, aber ich liebe es, andere Kulturen und Landschaften zu entdecken. Japan interessiert mich sehr.

Lieblingsautor: Christopher Moore

Lieblingsgetränk: Leitungswasser, Bier, Wein

Lieblingsessen: Brot (am Wichtigsten ist mir aber die Vielfalt in der Ernährung)

Lieblingsfilm: aktuell „Der fantastische Mr. Fox“ (neben vielen anderen)

Lieblingsschauspieler: Jimmy Stewart

Der Chefredakteur von „Happy Tennis“, Thomas Schweighofer, möchte in seinem Magazin den Geist von Gründer Lance Lumsden weiterleben lassen.

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