Bernhard, der Heilige der Kommunikation

07

März

2011

Er gilt als der Heilige der Wollweber und Werbetreibenden (gemäß des Heiligenlexikons) und Newsweek präsentiert Saint Bernardine in der Ausgabe vom 7. März als Heiligen der Werbung und der Public Relations.

Heilige haben sich in allen Belangen mit großer und geprüfter Sicherheit verdient gemacht. Die Leistungen des Heiligen Bernhard sind aber ganz besonders herausragend für die Kunst der professionellen Kommunkation im Wirtschaftsleben. Ungefähr im Jahr 1380 in Siena in eine adlige Familie hineingeboren, wurde er nach dem Tod seiner Eltern von der Tante aufgezogen und studierte kanonisches Recht in Siena. Das Studium brach er jedoch ab, trat einem Franziskaner-Orden bei und widmete sich Praxis als Volksprediger.  Er feierte große Erfolge, was Neider auf den Plan rief.

Er entwarf auch eine bis heute bekannte Marke – was wohl wenigen Kommunikationsprofis möglich sein wird – nämlich das IHS, das sich auf vielen Kreuzen befindet und einen Claim für die Jesusverehrung darstellt Jesus – Hominum – Salvator (Jesus, Mensch, Retter). Auch nicht unbekannt heute sind die darauffolgenden Prozesse, bei Bernhard wegen vermeintlicher Ketzerei.

Der Gründer des Jesuiten-Ordens Ignatius von Loyola übernahm das Zeichen IHS für seinen Orden und sorgte für die weitere Verbreitung bis heute – was auch ein bekannter Vorgang bei Marken ist.

Er wurde in der Folge noch Mehrfach angeklagt und freigesprochen und lehnte Bischofswürden mehrfach ab, denn sein Hauptaugenmerk galt den Predigten. Durch seine Predigten, die oft mehrere Stunden dauern konnten, erzielte er hohe Spendenaufkommen. Damit ist er wohl auch ein würdiger Heiliger der Fundraiser und NGOs.

Das Heiligenlexikon schreibt: „Sie (Anm. Seine Predigten) beschäftigen sich mit dem familiären, sozialen und politischen Leben jener Zeit und waren auch den ersten humanistischen Strömungen gegenüber aufgeschlossen, sie überzeugten durch ihre Klarheit und ihren gesunden Menschenverstand, waren reich an Beispielen, kräftigen Tönen und witzigen Aussprüchen.“ Das zeugt von frühem Verständnis von Kommunikation, das Grundregeln beherzigt, die auch noch heute gelten.

Klarheit, Beispiele, Deftiges und Humor.

Bernhard wurde schon 1450 heilig gesprochen – gerade sechs Jahre nach seinem Tod und wird vor allem in Perugia noch sehr verehrt und der San Bernardino-Pass im Schweizer Graubünden erinnert an ihn.

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