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März

2008

Berichtssaison.
Wie an der Börse und in der Schule wird die Saison der Berichte und Jahreszahlen groß zelebriert. Die Aufsteiger feiern, die Absteiger erklären und jeder sucht nach signifikanten Änderungen, die berichtenswert sind.

Die Print-Medien sind auf den ersten Blick die Verlierer, zwar nicht in Auflage, aber in Lese-Erinnerung, wie sie die MA und die LAE abbilden. Die sinkenden Anteile der Printmedien lassen auch kurz eine Diskussion über eine Änderung des Bewertungssystems hochkochen, weil der Sinn der Analysen ist ja eigentlich Verkaufsargumente für die Anzeigenvertreter objektiv zu sammeln.

Fraglos bleibt Österreich ein Printmedien-Land (mit 70 % Reichweite), aber Gratismedien und Online graben immer mehr Aufmerksamkeitszeit ab. Folgt man der Rechnung von WoFe, dann ist – unter Einrechnung des Gratis/Kauf-gemischten Österreich und des Gratis-Heute, der Marktanteil sogar auf 74 % gestiegen. Das ist aber wohl ein Print-Erfolg, der den herrschenden Printmedien nur wenig Freude macht.

Der geneigte Betrachter des Schauspiels kann in der Vielzahl der erhobenen Daten und der Verschiedenheit der Daten bei identen Beobachtungsobjekten nicht so leicht den Überblick bewahren. So gesehen ist der Ruf der Werbewirtschaft nach „einer Währung“ verständlich, aber immer schlechter zu erfüllen. Die Ausdifferenzierung der Medienlandschaft schreitet mit großen Schritten voran und macht den direkten und einigermaßen korrekten Vergleich immer schwieriger.

In eigener Sache noch präziser
Für die Anforderungen der »OBSERVER« Medienliste sind die erhobenen Daten noch zu wenig präzise. So werden die Auflagezahlen ohne Berücksichtigung der Nebenausgaben erhoben. Auf Ihren Clippings finden Sie unter Auflage immer die Druckauflage des jeweiligen Artikels verzeichnet. Je nachdem in welchen Nebenausgaben er erschienen ist.

Ihr »OBSERVER«

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