alphaaffairs

15

Januar

2008

Die Fusions-Agentur.Alphaaffairs ist ganz neu und doch schon lange auf dem Markt. Aus com_unit und FCB Events & PR formierte sich die neue PR-Agentur im Reich des Rudi Kobza. Das Ziel ist der Einzug unter die Top-3-Agenturen in Österreich, so Agenturchef Peter Sitte.


Ein feiner Start in diese Richtung gab es beim Staatspreis PR 2007. Der konnte für den Kunden Spar mit der Kampagne „Check den Snack“ gewonnen werden. Mit dem frischen Schwung soll es in diesem Jahr weitergehen. Die interne Reorganisation ist weitgehend abgeschlossen. Ein kleiner Rückblick auf das erfolgreiche Staatspreis-Projekt gewähren uns Peter Sitte, Florian Faber und Stefanie Höring.
Eine kurze Geschichte der Entstehung von Alphaaffairs und wie die beiden Ausgangsagenturen ausgesehen haben und ihren Schwerpunkt im Markt hatten.

FCB Events & PR (Schwerpunkt Wirtschaftskunden) und com_unit (Fokus auf NGO-Bereich u. öffentlicher Sektor) starteten mit 3. April unter dem gemeinsamen Dach „alphaaffairs“ durch. Als Teil der Interpublic Group ist alphaaffairs auf strategische Kommunikationsberatung, hatten eine dynamische Entwicklung mit einem Wachstum von rund 15 Prozent im Jahr 2006 hinter sich. Zur Festigung dieser Entwicklung wurden die Kompetenzen gebündelt.

Denkt man schon an einen Staatspreis oder die Einreichung, wenn man einen Kunden wie Spar betreut?

Ein Projekt maßgeschneidert für einen Staatspreis zu entwickeln wäre garantiert der falsche Weg. Da ist es viel gescheiter, diejenigen Kriterien, die ein Projekt “staatspreiswürdig” machen, bei allen Planungen mitzudenken: kreative Umsetzung, für Kunden und Dialoggruppen maßgeschneiderte Strategien sowie eine fundierte Evaluierung. Klarerweise kann nicht jedes Projekt und jede Kampagne einen Staatspreis bekommen – aber jeder Kunde, vom Großunternehmen wie Spar bis zum Projekt-Kunden, hat das Recht darauf, professionelle Lösungen und keine Kommunikationsumsetzungen “von der Stange” zu bekommen. Dies ist jedenfalls unser Leitmotiv.

Ist ein LEH-Unternehmen ein typischer oder eher außergewöhnlicher PR-Kunde?

Als Anbieter hochsensibler Produkte wie Lebensmittel lastet auf dem Handel eine enorme Verantwortung. Diese entsprechend zu thematisieren und zu leben – nach innen ins Unternehmen ebenso wie mit den wichtigen Stakeholdern und klarerweise den Kunden – ist eine zentrale Herausforderung und erfordert klug gesteuerte Kommunikation. Allein aufgrund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen vielfältigen Kommunikationskanäle, aber auch aufgrund der Komplexität der Aufgaben – von der knallharten Produktkommunikation bis zur stimmig für zig-tausende Mitarbeiter umgesetzten CSR-Strategie – ist ein LEH-Unternehmen wie Spar eine ganz besondere Herausforderung für eine Agentur.

Darüber hinaus wissen wir ja alle, dass PR im Sinne pro-aktiver, dialogorientierter Kommunikation im Handel in den letzten Jahren nicht wirklich groß geschrieben war. Spar allerdings hat die Chancen der PR frühzeitig erkannt und meines Erachtens sehr gut genutzt. Diesen Prozess mitzugestalten ist für uns höchst spannend.

Wie wurde der Staatspreis und die Nominierung in der Agentur gefeiert? Gab es Extra-Lob von Rudi Kobza?

Gebührend! Zum Glück waren sehr viele aus unserer Agentur bei der Verleihung dabei – denn wie bei jedem Projekt gebührt der Erfolg auch beim Staatspreis nicht einem Einzelnen sondern dem gesamten Team.

Ganz besonders Auftrieb gegeben hat der Staatspreis der 2. Runde im “Jack the Snack”-Wettbewerb, die im Herbst eingeläutet wurde und jetzt gerade läuft. Für das Team, die Medien aber auch für die Schulen war dazu der Staatspreis ein wichtiger und wertvoller Anschub,

Wie wichtig ist die Medienresonanz für eine Agentur selbst?

Sehr wichtig, Präsenz in Fachmedien hat bei uns inhouse einen hohen Stellenwert.

Warum reicht man überhaupt ein? Für sich, für den Kunden?

Bei der Einreichung zum Staatspreis Strategien, Botschaften und Ergebnisse eines Projektes so zu analysieren und zu formulieren, dass sie die Chance haben, die Staatspreis-Jury zu überzeugen, bringt für jedes Projekt wertvolle Erkenntnisse und Learnings. Schon allein daher zahlt sich eine Einreichung aus – für die Agentur ebenso wie für den Kunden.

Wird das Projekt dann nominiert oder ausgezeichnet ist der Erfolg sowohl für die Agentur, als auch für den Kunden eine wertvolle Bestätigung – nach innen wie im Auftritt nach außen.

Wie ist die Stellung und Bedeutung der Medienbeobachtung und Analyse in der PR-Branche und in Ihrer Agentur?

Große Bedeutung als Erfolgsindikator und zur strategischen Planung.

Wieviel wird selbst gemacht, was wird outgesourct? Wird eher Analyse (Werbewerberechnung, inhaltliche Analyse, Positiv/Negativ usw) selbst gemacht?

Erstellen von Pressespiegeln und Auswertung der Tendenz inhouse, ansonsten wird Medienresonanzanalyse outgesourct.

Wie ist die Bedeutung der Medienbeobachtung in der Erfolgsanalyse für Sie selbst und für den Kunden?

Große Bedeutung für beide Seiten.

Welche weiteren Elemente des (direkten) Erfolgsnachweises gibt es?

Imageanalyse, direktes Kundenfeedback, Balanced Scorecard.

Ihre persönliche Beziehung zur Medienbeobachtung und zu Clippings?

Netter Fixpunkt des PR-Alltags, einer der schönsten Momente, seinen Kunden in den Medien zu sehen.

Florian Faber

seit wann?
in der Kommunikationsbranche seit 1984; in der Agentur seit 2000

Ausbildung?
am allermeisten habe ich “on the Job” und im Team gelernt

Familienstand verheiratet, 2 Kinder
Sternzeichen Fische
Geburtsdatum 27.2.

Lieblings
-Essen alles was aus dem Meer kommt – als Sushi ebenso wie nach raffiniertem Rezept
-Getränk ein gutes Glas Wein – in angenehmer Gesellschaft
-Musiker Joe Zawinul & World Music
-Buch weil’s die aktuelle Lektüre ist: Daniel Glattauer (der schreibt genial, im Roman wie im Standard) – Gegen den Nordwind
-Filmstar Denzel Washington
-Stadt/Ort in Ö Wien
-Stadt/Ort weltweit Paris

 

Florian Faber

Stefanie Höring

seit wann?
In der Branche seit 2003, in Unternehmen seit 1 Jahr

Ausbildung?
Studium Publizistik und Sprachwissenschaft, Universitätslehrgang für Öffentlichkeitsarbeit

Familienstand: ledig
Sternzeichen: Waage
Geburtsdatum: 3.10.1980

Lieblings
-Essen: Sushi und Pasta
-Getränk: Cola light und Kaffee
-Musiker: Rebekka Bakken
-Buch: „Gute gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer
-Filmstar: Clive Owen
-Stadt/Ort in Ö: Innsbruck
-Stadt/Ort weltweit: Hamburg

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