Alfred-Worm-Preis wird heuer nicht vergeben

06

Februar

2012

Ein neuer Vergaberhythmus ist in Überlegung.

Nach eingehender Beratung mit Repräsentanten der Branche hat sich die Verlagsgruppe News entschlossen, den Alfred-Worm-Preis für investigativen Journalismus 2012 nicht zu vergeben. Der Grund liegt in der Erfahrung der vergangenen vier Jahre: Die geringe Zahl der eingereichten Arbeiten, die innerhalb der festgelegten zwölf Monaten entstanden sind, macht die Arbeit der Jury schwierig. Da viele der investigativen Leistungen über mehrere Monate und auch Jahre recherchiert und aufgearbeitet werden, ist eine abschließende Beurteilung oft unmöglich. Die Überlegungen gehen daher dahin, den Alfred-Worm-Preis in einem anderen – möglicherweise zweijährlichen – Rhythmus zu vergeben. Axel Bogocz, Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News: „Ich bin stolz, dass einige der führenden investigativen Journalistinnen und Journalisten wie Kurt Kuch für „News“, Ashwien Sankholkar für „Format“, Michael Nikbakhsh und Ulla Schmid für „profil“ in der Verlagsgruppe arbeiten. Mehr denn je sind sie – wie Alfred Worm – Vorbilder für andere Kolleginnen und Kollegen beim Aufdecken von Skandalen, Korruption und moralisch verwerflichen Machenschaften. Diese Leistungen werden wir in unserem Haus weiter fordern und fördern. Wir sind der Meinung, dass eine Komprimierung auf weniger Vergaben der Qualität der Einreichungen und dem Wert des Preises zuträglich sein wird.“

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