50 Prozent der Österreicher glauben an verzerrte Darstellungen in Zeitungen

15

Dezember

2010

34 Prozent sind der Meinung, dass Medien Berichte über Personen, die zu Unrecht angegriffen wurden, nicht ausreichend korrigieren. Ebenso 34 Prozent der Befragten erklärten, dass Zeitungen und Magazine durch einseitige Berichterstattung zur Vorverurteilung von Beschuldigten beitragen.

Die Hälfte der Österreicher glaubt, dass inländische Tageszeitungen und Magazine vieles verzerrt und unvollständig darstellen. Ein Viertel hingegen meint, dass im Allgemeinen korrekt und vollständig über die politischen Vorgänge berichtet wird. Das ergab eine Umfrage des Linzer Marktforschungsinstitutes IMAS, das 1.000 Personen, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, von 15. Oktober bis 5. November in persönlichen Interviews befragte. Männer sind laut IMAS-Studie skeptischer als Frauen, 56 Prozent von ihnen glauben an eine verzerrte Darstellung. Besonders kritisch sind leitende Angestellte und Beamte (65 Prozent) sowie Anhänger von ÖVP (59 Prozent) und FPÖ, FPK und BZÖ (58 Prozent). Die Hälfte der Befragten stimmte zu, dass die Medien häufig eine „unbegründete Panikmache“ betreiben würden. „Dass sie Dinge einseitig darstellen und dabei Informationen unterdrücken“, trifft für 45 Prozent „voll und ganz“ zu. 34 Prozent sind der Meinung, dass Medien Berichte über Personen, die zu Unrecht angegriffen wurden, nicht ausreichend korrigieren. Ebenso 34 Prozent der Befragten erklärten, dass Zeitungen und Magazine durch einseitige Berichterstattung zur Vorverurteilung von Beschuldigten beitragen. 62 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Medien hätten genügend Freiheit, ihre Arbeit zu verrichten. Sechs Prozent der Umfrage-Teilnehmer fanden, dass die Medien sogar zu viel Freiheit hätten. Ausreichenden Agitationsspielraum für die Presse sahen vor allem ÖVP-Anhänger (71 Prozent) sowie Österreicher mit Matura oder Universitätsabschluss (70 Prozent).

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