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Journalist im Portrait


Dinko Fejzuli – Chefredakteur von "Medianet"


"Journalismus ist wie eine Pralinenschachtel!"


Dinko Fejzuli, Chefredakteur von "Medianet", mag kurzgehaltene, sachlich verfasste Informationen, Rückfragehinweise und printfähige Bilder. Was Fejzuli nicht mag: Mailing-Listen, die nach dem Gießkannen-Prinzip zusammengestellt wurden.


Dinko Fejzuli

1. Was ist aus Ihrer Sicht das Schönste am Beruf des Journalisten?

Meine Neugier zu befriedigen. Angelehnt an Forrest Gump: Journalismus ist wie eine Pralinenschachtel: Jeden Tage gibt es etwas Neues zu entdecken!

2. Was ist aus Ihrer Sicht das Schlimmste am Beruf des Journalisten?

Von deren Chefs geknechtete PR-Arbeiter, die mich anrufen um zu fragen, ob ein E-Mail, welches sie mir geschickt haben angekommen ist und mir damit mit einer der unsinnigsten Fragen überhaupt meine Zeit rauben.

3. Sie bekommen sicher eine Menge Presseaussendungen: Welchen Themen interessieren Sie da ganz besonders?

In meiner Funktion als Medienjournalist alles, was mit den Bereich Medien, Marketing und Agenturen zu tun hat.

4. Welche Presseaussendungen sind für Sie gar nicht verwertbar?

Abgesehen von jenen, die thematisch nicht zu uns passen, sind es vor allem jene, die keine oder nicht printfähige Bilder enthalten, über mehrere Seiten gehen und klingen wie eine Jubiläumsschrift. Und: Bei denen man nicht bereits im „Subject“erkennt, worum es grundsätzlich geht.

5. Wie werden Sie am liebsten mit Informationen und Einladungen versorgt?

Per E-Mail und telefonisch. Für eine Story werde ich gerne angerufen!

6. Was zeichnet aus Ihrer Sicht eine gute PR-Agentur aus?

Kurzgehaltene, sachlich verfasste Informationen. Rückfragehinweis und printfähige Bilder inklusive. Und – siehe oben – Informationen, bei denen man bereits im „Subject“erkennt, worum es grundsätzlich geht.

7. Was sollte ein PR-Verantwortlicher tunlichst vermeiden?

Siehe meine Antwort auf Frage 2

8. Orten Sie mitunter handwerkliche Fehler bei Presseaussendungen?

Des öfteren: Bilder in einer Größe von zum Beispiel 9kb und Mail-Subjects in denen "Presseaussendung" steht, sind die Klassiker.

9. Gibt es etwas was Sie im Zusammenhang mit PR-Agenturen ärgert?

Ja, Mailing-Listen, die nach dem Gießkannen-Prinzip zusammengestellt wurden.


10. Wann – an welchem Wochentag, zu welcher Tageszeit – sind Sie im Ihrem Job am ehesten ansprechbar, wann gar nicht?

Ich bin Tageszeitungsjournalist. Optimal Vormittags bis 10:00 Uhr , dann zwischen 12:00 und 15:00 Uhr. Am besten gar nicht ab 16:00 Uhr. Nach 17:00 Uhr ist ein absolutes "no go", da hier der Stress der Schlussproduktion voll zum tragen kommt.


11. Was halten Sie vom so genannten „Nachrufen“, also dem Nachfassen von Seiten der PR-Agenturen, ob man denn eine Presseaussendung „eh erhalten“ habe oder „eh an einer Pressekonferenz teilnehmen“ werde?

Oops, da ist sie wieder, die böse Frage, auch wenn ich dafür Verständis habe – ich war ja auch mal PR-Arbeiter …


12. Wie stehen Sie persönlich zu Journalisten-Reisen, aufwendigen Einladungen und wertvollen Geschenken?

Und ewig lockt die Versuchung. Als Medien-Journalist kommt man aber selten in die Versuchung. Eine Flasche Wein ist ok, ein Wellness-Wochenende ohne jeglichen Themenbezug weniger.

13. Wie würden Sie Ihre Aufgabe bei „medianet“ charakterisieren?

Grundsätzlich: Täglich interessante News aus der Branche für die Branche zu liefern.


14. Wofür steht „Medianet“? Was ist der USP des Mediums?

Medianet ist die größte Wirtschaftsfachtageszeitung Österreichs mit insgesamt zwölf Themenbereichen. Der USP kurzgefasst: Hochfrequente Information für ein hochspezialisiertes Publikum. Vier Mal pro Woche, und das auf 32 bis zu 104 Seiten: Das macht uns keiner nach.

15. Ihr Bezug zur Medienbeobachtung?

Ein neutraler. Aber: Quantität ist nicht alles, und wie oft ein Unternehmen in den Medien steht, sagt nicht unbedingt viel aus.



Ad personam:

Beruflicher Werdegang: Migrant der 2. Generation. Mit 11 nach Österreich gekommen (mein erster deutschsprachiger Satz: "Nix verstehen!") Studium (Politik, Publizistik), mehrere Zwischenstationen bei: Politik (LIF Salzburg), Unternehmensberater (Contentmanagement), Theater (PR), Hörfunk (Nachrichtenredaktion) und dann medianet.

Familienstand: ledig

Sternzeichen: das Beste natürlich, Löwe

Geburtsdatum: 21.08.1972, Bruck an der Mur

Lieblingsmusiker: Ich bin ein Mainstream-Popper und Salsa-Liebhaber

Lieblingsfilmstar: Nach langem Nachdenken, ...

Lieblingsort in Österreich: Salzburger Land

Lieblingsort weltweit: Brüssel/Amsterdam

Kontakt: d.fejzuli@medianet.at


(OBS5/2008)

  bereits erschienen  


Florian Klenk – „Falter“. Florian Klenk ist stellvertretender Chefredakteur und Chef des Politikressorts bei der Wiener Stadtzeitung „Falter“. Im Mai wurde Klenk mit dem Alfred-Worm-Preis ausgezeichnet. (OBS7/2010) [mehr] ...
 

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Elisabeth Rucker – „Compliment“. Seit wenigen Wochen fungiert Elisabeth Ruckser als Chefredakteurin des in der Styria Multi Media AG erscheinenden Frauentitels „Compliment“. Davor war Ruckser unter anderem beim „freizeit“-Magazin des Kurier und bei „Wienerin kocht“ engagiert (OBS10/2009) [mehr] ...
 

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„Ich sehe mich als Ideengeber, Nervensäge, Schreiberling!“. Michael Pech ist Chefredakteur der beiden Gastronomietitel „Rolling Pin“ und „GourmetReise“. Während sich „Rolling Pin“ an Mitarbeiter in der Gastronomie und auch Hotellerie richtet, ist „GourmetReise“ ein für die interessierte Öffentlichkeit bestimmtes Magazin rund um die Themen Essen und Reisen (OBS8/2009) [mehr] ...
 

Manfred Klimek – www.captaincork.com. Manfred Klimek hat für eine ganze Reihe von österreichischen und deutschen Printmedien („Der Spiegel“, „Stern“. „profil“, „Weltwoche“, „Die Zeit“, „Wiener“, „Neon“, …) als Fotograf gearbeitet, sich aber immer wieder auch als Journalist („profil“, „Wiener“, „Qvest“, „Die Zeit“, „Du“, ...) verdingt. Vor kurzem hat Klimek als Captain Cork auf der Weinplattform www.captaincork.com angeheuert (OBS8/2009) [mehr] ...
 

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Franz J. Sauer – "Weekend" und „Wiener“. Franz J. Sauer ist Redakteur des Gratismagazins "Weekend" und Motorchef des Lifestylemagazins Wiener. Über die Jahre hat der heute 35-Jährige sein journalistisches Betätigungsfeld über Autothemen hinweg auf andere Themen ausgeweitet (OBS5/2009) [mehr] ...
 

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Patrick Schubert – „Puls 4“. Bei der Wahl zum „Journalisten des Jahres“ erhielt Patrick Schubert, Programmchef des Privat-TV-Sender "Puls 4", den Sonderpreis in der Kategorie "Innovation". Als Begründung gab die Jury an, dass Schubert "im österreichischen Wahlkampf praktisch ohne bedeutende wirtschaftliche Ressourcen sein Team zu innovativen Höchstleistungen geführt" hat (OBS3/2009) [mehr] ...
 

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Christoph Kotanko – Kurier. Christoph Kotanko ist Chefredakteur der Tageszeitung "Kurier". (OBS7/2008) [mehr] ...
 

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Verlag Wirl - Training und Kultur.  (OBS7/2007) [mehr] ...


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Mag. Waltraud Langer - ORF. Die starke Frau in der Wirtschaftsberichterstattung des ORF (OBS6/2007) [mehr] ...
 

Martina Müllner vom pool Magazin.  (OBS5/2007) [mehr] ...
 

Ruth Hofer - BrandNew. „BrandNew spricht eine trendbewußte, konsumfreudige Leserschaft an, die immer auf der Suche nach Neuem ist, so Chefredakteurin Ruth Hofer. (OBS4/2007) [mehr] ...
 

Dr. Christine Haiden . "Für mich ist es wichtig, daß eine Meldung eine echte Novität bietet und nicht nur eine bloße Produktinformation darstellt.  (OBS3/2007) [mehr] ...


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Katja Harnisch - Pannorama. „Am wichtigsten ist für mich ein direkter Lifestyle-Bezug zur pannonischen Region - also Persönlichkeiten oder Ereignisse die direkt mit diesem Lebensraum verknüpfbar sind“, so die Herausgeberin des neuen Magazins „Pannorama“.  (OBS2/2007) [mehr] ...


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Angelika Herburger - Der Naschmarkt. „Die ‘5 goldenen Ws - Wer, Was, Wann, Wo und Warum’ und für unser Magazin interessante Inhalte, sei es Historisches oder Aktuelles“, das erwartet sich Angelika Herburger, Herausgeberin der neuen Zeitung „Der Naschmarkt“, von einer guten und verwertbaren Presseaussendung. Angelika Herburger, „Der Naschmarkt“ (Fto: Associer GmbH) (OBS12/2006) [mehr] ...




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Chefredakteur Jürgen Pichler - GourmetReise. „Eine Meldung muß sofort mein Interesse zum Weiterlesen wecken, idealerweise schon beim Titel bzw. Betreff. Der Text sollte kurz und prägnant sein, so daß ich rasch erkenne, ob ein Nutzen für unsere Magazin dahintersteckt. Ein kleines ‘Anreißer-Foto’ und ein Link zum Downloaden von Fotos wären optimal.“ So skizziert Jürgen Pichler, Chefredakteur und Herausgeber von „GourmetReise“, wie er sich eine optimale Presseaussendung vorstellt.
 (OBS11/2006) [mehr] ...




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Chefredakteur Alfred Terschak. „Damit ich eine Meldung verwende, muß sie Interesse wecken bzw. mich glauben lassen, daß sie das Interesse der Leser weckt“, bringt es Geschäftsführer und Chefredakteur Alfred Terschak gleich auf den Punkt.
Foto: DIE INFO Medien Projekte GmbH) (OBS10/2006) [mehr] ...




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