Zwei auflagenstarke Publikumsmedien aus dem News-Verlag stehen unter der Leitung des kritischen Chefredakteurs. Als wesentlicher Meinungsmacher hat er auch ein durchaus gespaltenes Verhältnis zur PR-Branche und hält sich auch mit Kritik nicht zurück.
Atha Athanasiadis
Atha Athanasiadis übernahm vor wenigen Wochen neben der Chefredaktion der Zeitschrift TV-Media noch zusätzlich die redaktionelle Verantwortung für das Magazin E-Media, ebenfalls aus der Verlagsgruppe News.
OBSERVER: Herr Athanasiadis, Sie übernahmen neben der Chefredaktion von TV-Media vor wenigen Wochen auch noch die redaktionelle Verantwortung von E-Media. Was reizt Sie an dieser Doppelfunktion?
Atha Athanasiadis: Das Wissen, dass es geht und dass es mir Spaß machen wird.
OBSERVER: Als doppelter Cheredakteur sind Sie mit einer Vielzahl von Presseaussendungen und -anfragen konfrontiert. Was macht gute PR Ihrer Meinung nach aus?
Athanasiadis: Das sie nicht nervt. Ich werde von PR-Firmen „zugespamt“. Ich kriege Aussendungen, bei denen ich mich frage, ob die Menschen, die sie aussenden, überhaupt eine Ahnung haben, bei welchem Produkt ich arbeite. Das meiste ist einfach unbrauchbar für TV-Media und E-Media. Gute PR ist, wenn man verstanden hat, für welches Produkt der Journalist arbeitet. Dieses Verständnis ist aber nicht weit verbreitet. Ich kenne bislang nur wenige PR-Menschen, die ich nicht für ehemalige Auto-Verkäufer halte. Und die sind wirklich gut.
OBSERVER: Wie hat sich die PR-Branche in den vergangenen Jahren Ihrer Ansicht nach entwickelt?
Athanasiadis: Ich sehe keine Entwicklung.
OBSERVER: Wie und wann erreicht man Sie am besten?
Athanasiadis: Immer. Per Mail oder per Telefon. Und mit guten Ideen, die auf unsere Produkte maßgeschneidert sind.
OBSERVER: Wie wollen Sie am liebsten zu Presseveranstaltungen eingeladen werden?
Athanasiadis: Ich will eigentlich nicht zu Presseveranstaltungen eingeladen werden. Mich interessieren nur Exklusiv-Geschichten. Ich brauche kein Gratis-Pressefrühstück – ich frühstücke lieber zuhause mit meiner Frau und meiner Tochter.
OBSERVER: Auf welche Themen sprechen Sie aus journalistischer Sicht an?
Athanasiadis: Auf Themen, die für TV-Media und E-Media interessant sind.
OBSERVER: Was zählt zu ihrem journalistischen Glaubensbekenntnis?
Athanasiadis: Machen.
OBSERVER: Was reizt Sie an Ihrem Beruf generell?
Athanasiadis: Alles. Ich wollte nie etwas anders tun. Und ich bin sehr dankbar es tun zu können.
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